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Externer NSA-Mitarbeiter nach Daten-Diebstahl festgenommen

Im August tauchten Hacker-Werkzeuge der NSA im Netz auf. Jetzt wurde ein externer Regierungsmitarbeiter festgenommen.

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Ein externer Mitarbeiter der NSA ist offenbar bei Ermittlungen zur Enthüllung geheimer Hacker-Software des US-Geheimdienstes festgenommen worden. Das amerikanische Justizministerium gab die Festnahme eines Mannes wegen Diebstahls von Geheimdokumenten Ende August bekannt, machte aber keine näheren Angaben dazu, für welche Behörde er gearbeitet und was genau er entwendet habe. Die New York Times berichtetet jetzt, der
Festgenommene werde verdächtigt, bei der NSA Software zum Einbruch in Computersysteme in Ländern wie Russland, Iran, China und Nordkorea gestohlen zu haben. Er sei – ebenso wie seinerzeit NSA-Enthüller Edward Snowden – bei der Firma Booz Allen Hamilton angestellt
gewesen, schrieb die “New York Times” unter Berufung auf Beamte aus Sicherheitsbehörden und dem Geheimdienstapparat.

Das US-Justizministerium teilte mit, bei dem 51 Jahre alten Verdächtigen seien unter anderem sechs Dokumente aus dem Jahr 2014 entdeckt worden, die “Quellen, Methoden und Fähigkeiten” hätten offenlegen können. Die NSA wurde in den Unterlagen nicht genannt. Die “New York Times” schrieb, einige Informationen, die der Mitarbeiter entwendet habe, seien veraltet gewesen. Im August waren im Internet Software-Werkzeuge der NSA für Hackerangriffe veröffentlicht worden. Die Verantwortung übernahm eine Hacker-Gruppe namens “Shadow Brokers”. Sie fiel mit zum Teil ungelenkem Englisch auf, es gab Vermutungen, russische Geheimdienstkreise könnten dahinterstecken. Die veröffentlichten Programme stammten aus dem Jahr 2013, schrieb die “Washington Post” damals unter Berufung auf Experten. Das “Wall Street Journal” berichtete jetzt, die Festnahme sei eine Folge der danach eingeleiteten Ermittlungen.

Snowden, der mittlerweile abgeschirmt in Russland lebt, hatte große Mengen geheimer Unterlagen kopiert und sie 2013 an Journalisten übergeben, um auf eine ausufernde Überwachung aufmerksam zu machen. In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Hinweise auf einen “zweiten Snowden” gegeben, der Medien mit weiteren internen Informationen beliefere.