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Kapitalismus-kritische Töne: Britischer Finanzminister auf Charmeoffensive an der Wall Street


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Kapitalismus-kritische Töne: Britischer Finanzminister auf Charmeoffensive an der Wall Street

Die Börsianer an der Wall Street konnten sich direkt angesprochen fühlen:
„Ich warne Sie, so kann das nicht mehr weitergehen“, sagte die britische Regierungschefin Mitte der Woche vor ihrem konservativen Parteivolk – sie attackierte Unternehmer, die auf Kosten der Mitarbeiter überzogene Dividenden kassierten. Und ihr Chefstratege George Freeman, Chef der Strategieabteilung der Regierung: „Der Kapitalismus muss mehr in Partnerschaft mit dem Staat arbeiten.“

In New York versuchte Finanzminister Philip Hammond die Gemüter wieder zu kühlen.

Jasper Lawler, Market Analyst bei CMC Markets, London:

“Wenn die US-Politiker sich Theresa Mays Reden angehört haben, vor allem auf dem Parteitag der Konservativen, dann konnten sie den Eindruck haben – hier wird auf Unternehmen eingeprügelt. Philip Hammond fährt dort hin und sagt:” Gut, die Rede wurde gehalten, um Öffentlichkeit und konservative Wähler zu besänftigen, aber eigentlich keine Sorge, Jungs, wir wollen immer noch mit Ihnen Geschäfte machen. “

Seit der „Eisernen Lady“ Margaret Thatcher in den achtziger Jahren hatten die britischen Konservativen einen eher staatsfernen Wirtschaftsliberalismus à la USA vertreten. Jetzt klingt das plötzlich anders: „Bilden Sie zuerst einheimische junge Menschen aus, bevor Sie billige Arbeitskräfte aus dem Ausland einstellen,“ so May in Richtung Wirtschaft.

Ein Hintergrund: Schottland war gegen den “Brexit”. Und eine Studie (Fraser of Allender Institute) warnt: 80.000 Arbeitsplätze seien dort durch den “Brexit” bedroht, die Löhne könnten um bis zu 2.200 Euro fallen.

su mit Reuters

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