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Desmond Tutu will im Fall der Fälle Sterbehilfe in Anspruch nehmen

Der südafrikanische Friedensnobelspreisträger und ehemalige Erzbischof setzt sich seit 2014 für die Wahlfreiheit von Sterbenskranken ein.

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Desmond Tutu will im Fall der Fälle Sterbehilfe in Anspruch nehmen

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Desmond Tutu, Alterzbischof Südafrikas und ehemaliger Anti-Apartheid-Aktivist, hat an seinem 85. Geburtstag angekündigt, möglicherweise selbst Sterbehilfe in Anspruch nehmen zu wollen.

Meinung

Sterbenskranke haben Kontrolle über ihr Leben, warum sie ihnen beim Tod verweigern?

Desmond Tutu Alterzbischof Südafrikas

Bei einer Messe in der Sankt-Georgs-Kathedrale in Kapstadt an seinem Geburtstag am Freitag wirkte der einst energetische Geistliche glücklich, aber geschwächt.

Er wolle nicht um jeden Preis am Leben gehalten werden, schrieb der Friedensnobelpreisträger in einem am Freitag veröffentlichten Artikel in der Washington Post.

“Ich hatte das Glück, lange Zeit für die Würde der Lebenden gearbeitet zu haben. Nun, wo ich dem Ende des Lebens näher bin als seinem Anfang, möchte ich dabei helfen, dass Menschen auch im Sterben Würde bewahren können”, so Tutu in seinem Artikel.

Sterbenskranken Menschen zum Leiden zu zwingen, weil man ihnen die Möglichkeit eines würdevollen Todes vorenthält, widerspreche dem für die christlichen Werte zentralen Grundsatz des Mitgefühls.

Tutu hatte sich 2014 erstmals in einem Artikel im britischen Guardian für die Möglichkeit der Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen ausgesprochen, war im Bezug auf sein eigenes Lebensende aber vage geblieben.

Inzwischen hat sich Tutus eigenener Gesundheitszustand deutlich verschlechtert.
Er war zuletzt wegen wiederauftretender Infektionen operiert worden.