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Hurrikan-Opfer in Haiti leiden: "Wir müssen mit den Kindern auf der Straße schlafen"


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Hurrikan-Opfer in Haiti leiden: "Wir müssen mit den Kindern auf der Straße schlafen"

In Haiti ist die Zahl der Todesopfer nach dem Durchzug von Hurrikan Matthew auf mindestens 842 gestiegen. Wie die Vereinten Nationen berichteten, seien über 350.000 Menschen auf Soforthilfe angewiesen. Es fehlt an Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten.

Eine Schneise der Verwüstung schlug der Wirbelsturm durch die im äußersten Südwesten gelegene Stadt Jérémie. Die Hauptstadt des Departements Grand’Anse wurde nach Angaben von Hilfsorganisationen zu achtzig Prozent zerstört.

Überlebende in Jérémie sagten:

“Matthew hat alles verwüstet, auch unsere Häuser. Wir suchen jetzt Schutz, weil wir vor dem Nichts stehen. Auch alle wichtigen Dokumente wie Geburtsurkunden sind weg. Wir müssen mit den Kindern auf der Straße schlafen. Bisher haben wir noch keine Hilfe bekommen.”

“Es gibt kein Essen und keine Krankenhäuser. Machen Sie sich selbst ein Bild vom Krankenhaus. Wir brauchen Medikamente, Ärzte und andere Hilfen.”

Wichtige Verbindungsstraßen in die am stärksten betroffenen Gebiete im Südwesten sind unpassierbar. Auch die Basis der Vereinten Nationen in Jérémie wurde teilweise zerstört. Wie viele Menschen Verletzungen erlitten oder obdachlos wurden, ist nicht bekannt. Die US-Marine entsandte ein Amphibien-Transportschiff mit Hilfsgütern nach Haiti.

In den zerstörten Gebieten drohen sich jetzt ansteckende Krankheiten auszubreiten

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