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Tuareg-Rebellenführer in Mali bei Explosion getötet


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Tuareg-Rebellenführer in Mali bei Explosion getötet

Kurz vor dem Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Mali ist ein hochrangiger Tuareg-Rebellenführer getötet worden. Dabei handelte es sich um Cheikh Ag Aoussa. Das Auto explodierte rund 300 Meter von einer UN-Basis entfernt. Dort hatte sich der Tuareg-Rebellenführer zu Gesprächen mit französischen und UN-Truppen getroffen.

Ein Militärführer berichtet: “Er befand sich in dem Konvoi und telefonierte gerade. Als er hier vorbeifuhr, stand ich direkt daneben und sah, wie das Auto explodierte. Es ging während der Fahrt in die Luft. Was da auch immer explodierte, befand sich im Auto und nicht unter dem Wagen.”

Der Ex-Rebellenführer wurde in Kidal im Nordosten des afrikanischen Krisenstaates getötet. Der Vorfall dürfte die Spannungen zwischen den rivalisierenden Tuareg-Rebellengruppen in Kidal weiter erhöhen und das im vergangenen Jahr mit der Regierung geschlossene Friedensabkommen in Gefahr bringen. In den vergangenen Monaten war es bereits zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Mali, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, war nach einem Militärputsch 2012 ins Chaos gestürzt.

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