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Ankara: Polizeieinsatz vor Gedenkfeier für Opfer des Selbstmordanschlags


Türkei

Ankara: Polizeieinsatz vor Gedenkfeier für Opfer des Selbstmordanschlags

Mit dem Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray sind mehrere hundert Menschen in der türkischen Hauptstadt Ankara vom Hauptbahnhof ferngehalten worden. Sie wollten an einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der Opfer des Terroranschlags vor einem Jahr teilnehmen. An dem Bahnhof hatten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und mehr als 100 Menschen mit in den Tod gerissen. Die türkische Regierung macht die IS-Miliz für das Attentat verantwortlich, die sich jedoch nicht dazu bekannte.

Der Gouverneur von Ankara sagte am Ort der Gedenkfeier, unabhängig von den Motiven und den Tätern verurteile man alle Terrorattacken. An der Trauerfeier vor dem Hauptbahnhof durften nur Angehörige der Opfer teilnehmen. Demonstrationen und andere Menschenansammlungen hatte der Gouverneur unter Berufung auf den in der Türkei geltenden Ausnahmezustand verboten.

Vor dem Bahnhof waren die Bomben inmitten einer Demonstration von Friedensaktivisten und prokurdischen Demonstranten gezündet worden. Neben den 105 Todesopfern wurden bei der Explosion über 500 Menschen verletzt. Es war der folgenschwerste Anschlag dieser Art in der Geschichte der Türkei.

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