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Griechenland erhält eine weitere Finanzspritze


Redaktion Brüssel

Griechenland erhält eine weitere Finanzspritze

Die Euro-Finanzminister haben über eine Rate von insgesamt 2,8 Milliarden Euro beraten und beschlossen bei einem Treffen in Luxemburg, dass Athen eine Tranche in Höhe von 1,1 Milliarden Euro aus dem dritten Hilfspaket erhalten soll. “Griechenland erfüllt seine Verpflichtungen und wenn ein Land das tut, wird ihm die Solidarität Europas zuteil”, so Frankreichs Finanzminister Michel Sapin. Vor Tagen noch hatte es in Brüssel geheißen, Athen habe nur die Hälfte der Bedingungen erfüllt.

1,1 Milliarden sollen noch im Oktober ausgezahlt werden. Für die restlichen 1,7 Milliarden Euro gab es noch kein grünes Licht. Das Geld ist an Reformen gekoppelt, darunter die Liberalisierung des Energiemarktes und Maßnahmen gegen die Korruption.

“Der Internationale Währungsfonds hat eigene Vorgaben”, so EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici. “Dem IWF geht es um die Schuldenlast und darum, dass ein Schuldenschnitt vorgenommen wird. Wir können darüber mit unseren deutschen Freunden sprechen.”

Unklar ist bis zur Stunde, ob sich der IWF an dem dritten Rettungspaket für Griechenland beteiligt. Tut er das nicht, dürfte der deutsche Bundestag seine Zustimmung zu weiteren Griechenland-Hilfen verweigern. Den vom IWF geforderten Schuldenschnitt lehnt die Regierung in Berlin mit Blick auf die Steuerzahler ebenfalls ab.

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