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Putin will Ölproduktion deckeln

Für eine Stabilisierung der Ölpreise unterstützt der russische Präsident Wladimir Putin öffentlich ein Einfrieren der Fördermengen.

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Putin will Ölproduktion deckeln

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Für eine Stabilisierung der Ölpreise unterstützt der russische Präsident Wladimir Putin öffentlich ein Einfrieren der Fördermengen. «Ein Einfrieren oder sogar eine Kürzung der Förderung ist wohl die einzig richtige Entscheidung», sagte Putin beim Weltenergiekongress in Istanbul. Russland sei bereit, sich einer entsprechenden Initiative des Ölkartells Opec anzuschließen, so der Kremlchef nach Medienberichten (Agentur “Tass”).

Wladimir Putin, russischer Präsident:

“Russland ist bereit, bei gemeinsamen Aktionen mitzumachen, um die Produktion zu begrenzen, und fordert andere Ölexportländer das Gleiche zu tun. Wir unterstützen die aktuelle OPEC-Initiative, Fördermengen festzulegen und hoffen, dass diese Idee sich beim OPEC-Treffen im November in konkrete Vereinbarungen verwandeln wird. Das wäre ein positives Signal an Rohstoffmärkte und Investoren.”

Das Kartell, dem 14 erdölexportierende Länder vor allem aus dem Nahen Osten angehören, hatte sich am 28. September auf eine Beschränkung des täglichen Produktionsvolumens auf bis zu 33 Millionen Barrel (je 159 Liter) geeinigt. Es muss den Schritt jedoch noch bei einem Treffen im November formell beschließen. Ein erster Anlauf für ein Einfrieren der Fördermengen war im April an Meinungsverschiedenheiten gescheitert.

Der niedrige Ölpreis habe zum Rückgang von Investitionen in der globalen Energiebranche geführt, sagte Putin. Dies werde sich letztlich als Nachteil erweisen und unvorhersehbare Preissprünge auslösen.

Putin äußerte sich nicht dazu, bei welchem Niveau Russland bereit ist, seinen Ausstoß zu deckeln. Russlands Produktion war im September um knapp vier Prozent auf 11,11 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag gestiegen, das höchste Förderniveau seit dem Ende der Sowjetunion.

Die Ölpreise stiegen um 2 – 3 Prozent, Brent auf 53.12 Dollar (+2,29%). WTI auf 51.29 Dollar (+2.99%) je Barrel.

su mit dpa, Reuters