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Kolumbien kündigt Friedensgespräche mit Rebellengruppe ELN an

Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos will auch mit der zweitgrößten Rebellengruppe des Landes einen Friedensvertrag schließen. Die Verhandlungen mit der Nationalen

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Kolumbien kündigt Friedensgespräche mit Rebellengruppe ELN an

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Kolumbiens Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos will auch mit der zweitgrößten Rebellengruppe des Landes einen Friedensvertrag schließen. Die Verhandlungen mit der Nationalen Befreiungsarmee ELN sollen noch diesen Monat in Ecuadors Hauptstadt Quito beginnen. Unterstützung bekommt die Regierung am Verhandlungstisch von Ecuador, Venezuela, Kuba, Chile, Norwegen und Brasilien.

Meinung

Am 27. Oktober werden die Verhandlungen mit der ELN beginnen.

Juan Manuel Santos Kolumbiens Präsident

Präsident Juan Manuel Santos kündigte an: “Am 27. Oktober werden die Verhandlungen mit der ELN beginnen. Wir werden über den Zeitplan sprechen, den wir Ende März vorgelegt haben. Damit das passieren kann, musste aber die Freilassung der Geiseln beginnen, damit es nie wieder Geiseln der ELN in Kolumbien geben wird.”

In den vergangenen zwei Wochen ließ die ELN drei Geiseln frei. Zwei weitere Geiseln sollen bis zum Start der Verhandlungen ebenfalls freigelassen werden. Das waren die Bedingungen für die Rückkehr an den Verhandlungstisch. Im März waren Friedensgespräche am Streit um die Geiseln noch gescheitert. In den vergangenen drei Jahren hatten informelle Gespräche keine Lösung gebracht.

Mit der Farc-Guerilla hatte Santos im September ein Friedensabkommen geschlossen. Dieses wurde jedoch in einer Volksabstimmung überraschend abgelehnt. Derzeit wird versucht, das Abkommen neu zu verhandeln. Bis Ende Oktober gilt ein Waffenstillstand mit der Farc, wie es danach weitergeht, ist unklar.