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Krieg in Syrien: Johnson ruft zu Protesten gegen Russland auf

Der britische Außenminister ist empört über die russischen Luftangriffe auf die syrische Stadt Aleppo.

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Der britische Außenminister ist empört über die russischen Luftangriffe auf die syrische Stadt Aleppo.

Meinung

Wenn Russland so weiter macht wie bisher, dann läuft es Gefahr zur Paria-Nation zu werden.

Boris Johnson Großbritanniens Außenminister

Der britische Außenminister Boris Johnson hat Russland beschuldigt, für den Angriff auf einen Hilfskonvoi in Aleppo vor drei Wochen verantwortlich zu sein. Mehr als 20 Menschen kamen bei dem Bombardement ums Leben. Für Johnson handelt es sich um ein Kriegsverbrechen. Er rief angesichts der Gräueltaten in Syrien zu Ant-Kriegs-Protesten vor russischen Botschaften auf.

Johnson betonte: “Wenn Russland so weiter macht wie bisher, dann läuft dieses großartige Land Gefahr zur Paria-Nation der internationalen Gemeinschaft zu werden. Wenn Präsident Putin mit seiner Strategie den alten Ruhm und die Pracht von Russland wiederherstellen möchte, dann droht er damit zu scheitern, angesichts der internationalen Verachtung für das, was in Syrien geschieht.”

Russlands stellvertretender Verteidigungsminister Anatoly Antonov sagte bei einem Sicherheitsforum in Peking, dass Moskau bereit sei, mit den USA und den westlichen Staaten einen Friedensvertrag für Syrien auszuhandeln.

Antonov erklärte: “Wir sind davon überzeugt, dass es für das Problem in Syrien keine militärische Lösung gibt. Wir müssen alle politischen Ambitionen beiseite lassen und uns sofort an den Verhandlungstisch sitzen.”

Aktivisten in Ostaleppo melden unterdessen neue Luftangriffe. Demnach haben die russischen Jets erneut bunkerbrechende Bomben eingesetzt. Mindestens 12 Menschen kamen ums Leben.