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Terrorverdächtiger erhängt in deutschem Gefängnis aufgefunden


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Terrorverdächtiger erhängt in deutschem Gefängnis aufgefunden

Der in Leipzig inhaftierte Terrorverdächtige Syrer ist tot. Er wurde am Mittwoch erhängt in seiner Zelle aufgefunden.

Der 22-Jährige war am Montag in Leipzig festgenommen worden. Er soll Ermittlungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz einen Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen vorbereitet haben.

Die Festnahme des Verdächtigen hatte sich schwierig gestaltet. Bei einer Razzia am Samstag in Chemnitz war er der Polizei noch entkommen. In einer Chemnitzer Wohnung fand die Polizei 1,5 Kilogramm Sprengstoff. Der Verdächtige suchte Unterschlupf bei Syrern in Leipzig, die ihn aber erkannten und an die Polizei auslieferten.

In seinen Vernehmungen hatte der Verdächtige nach dpa-Informationen die drei Syrer der Mitwisserschaft bezichtigt. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe bestätigte das zunächst nicht. Auch die Frage, ob die drei Syrer, die ihn überwältigt hatten, noch als Zeugen oder neuerdings als Verdächtige behandelt würden, blieb unbeantwortet. Bisher wurde aber offenbar keine der drei Personen festgenommen.

Der Verdächtige war 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Nach Recherchen des Senders MDR reiste er zwischenzeitlich wieder nach Syrien. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte, im vergangenen Jahr sei der Verdächtige von den Sicherheitsbehörden überprüft worden, allerdings ohne weitere Ergebnisse.

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