Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Foto-App Snapchat bald an der Börse


märkte

Foto-App Snapchat bald an der Börse

Die US-Foto-Sharing-App Snapchat hat für einen Börsengang (IPO) als Konsortialführer Morgan Stanley und Goldman Sachs Group ausgesucht, so Insider nach Medienberichten (“Reuters”). Er könne bereits im März über die Bühne gehen.

Der Börsengang gilt als eines der begehrtesten und potenziell lukrativsten IPO-Mandate der seit Jahren. Die Firma aus Venice, Kalifornien, wird an der Börse auf bis zu 23 Milliarden Euro taxiert.

Snapchat-Gründer und Chef Evan Spiegel hatte einen Börsengang bereits im Mai letzten Jahres angekündigt, um die Unabhängigkeit der Firma zu bewahren.

Es wäre der größte Börsengang seit Twitter im Jahr 2013, der die Bewertung des Kurznachrichtendienstes seinerzeit auf 16,3 Milliarden Euro hochschraubte. Wer die Profiteure eines Snap-IPOs wären, ist in US-Medien recht detailliert durchgesickert. So kontrollieren die Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy nach Medienberichten (“CNBC”) je etwa 15 bis 20 Prozent des Unternehmens. Beide halten damit einen Anteil im Wert von rund 3,6 Milliarden Euro. Νoch im Jahr 2013 war Facebook-Chefs Mark Zuckerberg mit einer Kaufofferte von 2,7 Milliarden Euro abgeblitzt.

Das Unternehmen erwartet nach eigenen Angaben für dieses Jahr bis zu 270 Millionen Euro Umsatz und will rasant wachsen. Schon 2017, also im Jahr des Börsengangs, sollen die Erlöse auf gut das Dreifache klettern.

Snapchat erwirtschaftet die Erlöse hauptsächlich mit Werbung in der Foto-App – bekannt vor allem durch seine sich selbst löschenden Nachrichten und Bilder innerhalb von 24 Stunden. Angeblich sollen aktuell 150 Millionen Menschen täglich die Messaging-App benutzen, nach 110 Millionen Nutzern im vergangenen Jahr. Snapchat wäre damit größer als der Kurznachrichtendienst Twitter mit 140 Millionen täglich aktiven Nutzern. Twitter erzielt keine Gewinne und wächst nicht mehr. Ob Snapchat Gewinne erzielt, ist nicht bekannt.

su mit Reuters

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Automatische Übersetzung

Automatische Übersetzung

Nächster Artikel

märkte

Großbritannien: Verlierer, pfundweise