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BRICS-Gipfel: Indien erhebt Terrorvorwürfe gegen Pakistan


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BRICS-Gipfel: Indien erhebt Terrorvorwürfe gegen Pakistan

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Im indischen Goa geht heute der Gipfel der BRICS-Staaten zu Ende. BRICS ist ein Bündnis der Länder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Vor allem der Gastgeber Indien bestimmte diesmal die Tagesordnung.

Vertreter des Landes unterschrieben auf dem Gipfel milliardenschwere Vertäge mit Russland in den Bereichen Rüstung, Raumfahrt, Stadtentwicklung und Öl. Unter anderem wird einer Ankündigung zufolge die staatliche russische Ölfirma Rosneft die indische Essar Oil übernehmen.

Neben den BRICS-Vertretern waren auch Politiker anderer Länder aus Asien eingeladen. So kam unter anderem die Friedensnobelpreisträgerin und Außenministerin von Myanmar, Aung San Suu Kyi. Nicht dabei war Pakistan. Indien hatte die Teilnahme des Erzfeindes verhindert.

Das Land sei Nährboden für eine Denkweise, die den Terrorismus rechtfertige, sagte Indiens Premierminister Narenda Modi auf dem Gipfel. Wörtlich nannte er Pakistan “das weltweite Mutterschiff des Terrorismus”. Kein einziges Mal nannte Madi während seiner Ansprache den Namen des Dauerrivalen Pakistan. Die Zuhörer wussten auch so, gegen wen sich die harschen Worte richteten.

Gipfel in Pakistan abgesagt

Im Oktober hatte Indien seine Teilnahme am Gipfel der Südasiatischen Vereinigung für regionale Zusammenarbeit SAARC in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad abgesagt. Weitere Länder folgten dem Beispiel, sodass der Gipfel am Ende platzte.

Innerhalb der BRICS gilt China als Unterstützer Pakistans. Russland dagegen steht auf Seite Indiens. Pakistans Regierung fürchtet den wachsenden Einfluss Indiens in der Region: Im Mai hat Indien mit Afghanistan und dem Iran ein Abkommen zu einem Hafenprojekt im iranischen Chabahar unterschrieben. Damit soll Pakistan mit seinem wichtigen Hafenstandort Karachi für den Handel in der Region umgangen werden. Auch der indisch-russische Rüstungsdeal wird die Spannungen weiter erhöhen: Er sieht die Lieferung von Boden-Luft-Raketen mit einer Reichweite von 400 Kilometern vor.

Chinas Staatspräsident Xi Jinping schienen auf dem BRICS-Gipfel dagegen die weltweiten Probleme der Wirtschaft wichtiger zu sein. Vor Journalisten sagte er, Handel und Investitionen würden zurückgehen, die Rohstoffpreise befänden sich in einem auf und ab. Diese Probleme, so Xi, könnten zu einer weiteren globalen Finanzkrise führen.

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