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Parlamentswahl in Montenegro


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Parlamentswahl in Montenegro

In Montenegro hat die Parlamentswahl begonnen. Rund eine halbe Million Wähler dieses EU- und NATO-Beitrittskandidaten entscheiden dabei vor allem über die Zukunft von Regierungschef Milo Djukanovic. Der 54-Jährige steht seit einem Vierteljahrhundert ununterbrochen als Präsident oder Ministerpräsident an der Staatsspitze. Der Sozialist wirbt für die Fortsetzung der pro-westlichen Politik.

Die Opposition wirft ihm Korruption und kriminelle Machenschaften in großem Stil vor. Es gibt erstmals zwei Parteienbündnisse, die einen Machtwechsel einleiten könnten. Laut Wahlbeobachtern wurde ein Oppositionsblock, die Demokratische Front, finanziell aus Russland unterstützt, was Oppositionspolitiker Nebojša Medojević bestreitet. Moskau will den NATO-Beitritt des kleinen Adria-Staates verhindern. Das zweite Bündnis tritt unter dem Namen Kluj (“Schlüssel”) an.

Unklar ist, ob die Wahl frei von Betrug ist: Laut der Opposition sollen im Wählerverzeichnis zahlreiche Verstorbene stehen. Auch Stimmenkauf soll es geben.

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