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Festival Lumière ehrt Catherine Deneuve für ihr Lebenswerk


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Festival Lumière ehrt Catherine Deneuve für ihr Lebenswerk

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Quentin Tarantino hat die achte Ausgabe des Festival Lumière eröffnet. Drei Jahre nachdem er selbst den Prix Lumière für sein Lebenswerk bekommen hatte, kehrte er nach Lyon zurück, um seine Lieblingsfilme zu präsentieren:

“Es war toll, es war so eine spannende Zeit. Es ist schön, wieder hier zu sein. Es ist eines der besten Festivals, großartig, was für alte Filme man hier sehen kann.”

Und Thierry Fremaux, der Direktor des Instituts Lumière, freut sich:

“Er ist nicht mit leeren Händen zurückgekommen, denn er hat eine Retrospektive mitgebracht: Eine Rückschau auf die 1970er-Jahre und er kommt nicht als Filmemacher, er sagte: ‘Ich will nicht, dass es um mich oder meine Filme geht, ich möchte, dass man über die Filme von anderen spricht. Das ist der Geist des Festivals.”

Tarantino wählte den Film “Butch Cassidy and The sundance Kid” (Zwei Banditen) als Eröffnungsfilm.

Weiterer Ehrengast war der südkoreanische Regisseur Park Chan-wook, der eine Meisterklasse leitete und eine Auswahl seiner Filme präsentierte, darunter den Thriller “Old Boy”, der 2004 den Großen Preis der Jury auf dem Filmfestival in Cannes gewann.

Filmfan Park Chan-wook kam gern nach Lyon, denn beim Festival Lumière haben Klassiker einen Ehrenplatz:

Es stimmt, ich bin wie Sie sagen ein großer Filmfan und das Festival liegt mir sehr, denn es gibt viele Filme zu sehen, vor allem Klassiker oder restaurierte Ausgaben. Wenn ich die Wahl habe, würde ich gern so viel wie möglich anschauen. Man hat wirklich eine riesige Auswahl. Ich sehe lieber alte Filme, wenn ich kann, lieber Klassiker als Filme, die gerade im Kino laufen.”

Der dänische Regisseur Nicolas Winding Refn präsentierte seinen zweiten Film “Bleeder” auf dem Filmfestival. Er erschien bereits 1999, ist aber selten außerhalb Skandinaviens zu sehen:

“Die Atmosphäre ist überwältigend. Ich war noch nie an einem Ort, der so intensiv ist, diese Liebe zum Film, diese Wertschätzung und dieses Feiern der Filme. Es ist wie in einem Museum, aber es entwickelt sich ständig weiter. Indem man aus der Vergangenheit lernt, versteht man seine Zukunft”, so Refn.

Höhepunkt des Festivals war die Verleihung des Prix Lumière, mit dem eine große Persönlichkeit für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. Mit Catherine Deneuve erhielt erstmals eine Frau den Preis:

“Hier zu sein mit all diesen Leuten, allen Freunden, Schauspielern und Regisseuren, all diese Filmausschnitte zu sehen.. all das bewegt mich sehr”, sagte die französische Schauspielerin.

An ihrer Seite: Tochter Chiara Mastroianni und Roman Polanski, mit dem sie 1965 den beklemmenden Psychothriller “Ekel” drehte, der für beide den Durchbruch bedeutete.

Mit 72 Jahren kann die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin auf eine Vielzahl von Filmen mit bedeutenden Regisseuren zurückblicken.

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