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Von "Reichsbürger" angeschossener Polizist gestorben


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Von "Reichsbürger" angeschossener Polizist gestorben

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Ein sogenannter Reichsbürger hat bei einer Razzia in Nordbayern auf Polizisten geschossen und zwei Beamte verletzt, einen von ihnen ist gestorben. “Er ist in den frühen Morgenstunden im Krankenhaus verstorben”, bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Donnerstagmorgen. Der 32-jährige Beamte sei seinen inneren Verletzungen erlegen. Am Mittwochabend hatte die Polizei den Tod des Beamten zunächst noch fälschlicherweise vermeldet.

Zwei weitere Polizisten wurden durch Glassplitter verletzt. Der Täter ist festgenommen worden und wird dem Haftrichter vorgeführt.

Der 49 Jahre alte Mann hatte am Mittwochmorgen das Feuer auf ein Spezialeinsatzkommando eröffnet, als die Polizisten in sein Haus in Georgensgmünd bei Nürnberg eindrangen.

Der Jäger besaß – zunächst legal – 31 Lang- und Kurzwaffen, die ihm wegen Unzuverlässigkeit entzogen werden sollten. Gegen den Festgenommenen wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

“Reichsbürger” erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich (1871-1945) bestehe bis heute fort.

Der 49-Jährige, der keiner Arbeit nachging, sei den Behörden bislang nicht aufgefallen, sagte der Rother Landrat Herbert Eckstein: “Bei dem Mann war seitens des Verfassungsschutzes so nichts feststellbar.” Früher habe er eine Schule für Kampfsport betrieben.

Erst als der Mann im Sommer Kontrolleure von seinem Grundstück verwies, die die ordnungsgemäße Aufbewahrung seiner Waffen überprüfen wollten, entschlossen sich die Behörden zu dem Zugriff.

Als Konsequenz aus dem Verbrechen will Bayern allen Anhängern der Gruppierung den Waffenbesitz untersagen. “Wer die deutsche Rechtsordnung ablehnt, der bietet keine Gewähr, ordnungsgemäß mit Waffen umzugehen”, erklärte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Er kündigte auch an, die Gruppierung “noch intensiver” zu überwachen und konsequent unter die Lupe zu nehmen.

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