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Kaum Bewegung auf humanitären Korridoren bei Aleppo


Syrien

Kaum Bewegung auf humanitären Korridoren bei Aleppo

Syrische Staatsmedien berichten weiter vom Angebot an Rebellen und Bewohner, den Osten Aleppos über zwei sichere Korridore zu verlassen. Das Staatsfernsehen zeigt Bilder wartender Busse an den großen Zufahrstraßen, doch es fehlen die Menschen. Das russische Verteidigungsministerium kündigte eine Verlängerung der einseitigen Feuerpause bis Samstagabend an.

Auch am zweiten Tag der Waffenruhe des Regimes gab es kaum Bewegungen an der Belagerungszone, weder hinaus, noch hinein. Die Vereinten Nationen wollen die Feuerpause eigentlich nutzen, um Hilfslieferungen zu schicken und Verletzte abzutransportieren. Doch ihre humanitären Organisation wollen auch Sicherheitsgarantien von allen Seiten, die Situation sei sehr komplex, heißt es in Genf.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow beschuldigte radikale Rebellengruppen, die Korridore zu blockieren: “Jahbat al-Nusra, Ahrar al-Sham und andere Organisationen, die mit ihnen kooperieren, sabotieren die Bemühungen der Vereinten Nationen, die mit der Unterstützung Russlands und der syrischen Regierung gemacht wurden, um humanitäre Hilfe nach Ost-Aleppo zu bringen. Die Routen, über die Hilfsgüter geliefert werden können, werden beschossen.”

Telefonate mit Bewohnern des Ostens zeigen auch: Viele Menschen fürchten, eine einmal verlassene Wohnung nicht mehr wieder zu bekommen und so ihr Zuhause zu verlieren. Es gebe wenig Informationen und Vertrauen in sichere Routen und keine internationalen Garantien – dafür aber viele Gerüchte, das misstrauische Regime spekuliere auf die Flucht und werde im Ostteil später neue, ihr gewogene Bewohner ansiedeln.

Vertreter der Vereinten Nationen richteten erneut scharfe Kritik an das Regime, den humanitären Notstand zu verursachen. Der UN-Menschenrechtsrat votierte am Freitag, dazu nun eine unabhängige Untersuchung einzuleiten.

“Bewaffnete Oppositionsgruppen feuern weiterhin Mörsergranaten und andere Geschosse in die zivilen Viertel West-Aleppos”, so der Hohe Kommissar für Menschenrechte, der Jordanier Said al-Hussein. “Aber die unterschiedslosen Luftangriffe auf die östlichen Teile durch Regierungstruppen und ihre Alliierten verursachen den weitaus größten Teil der zivilen Opfer in der Stadt, und diese Verstöße sind Kriegsverbrechen.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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