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Nach Ende der Waffenruhe: heftige Kämpfe um Aleppo


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Nach Ende der Waffenruhe: heftige Kämpfe um Aleppo

Nur Stunden nach Ende der Waffenruhe in Syrien haben heftige Kämpfe um die Stadt Aleppo begonnen. Die Truppen von Präsident Assad sollen einen Angriff auf den Osten der Stadt gestartet haben, es gibt auch Berichte über neuerliche Luftangriffe.

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in England berichtet von Bombardierungen der Gegend um Aleppo, sagt aber nicht, ob es sich um syrische, türkische oder russische Flugzeuge handelte.

Truppen von Assads Regime sollen einen Angriff auf den Osten Aleppos gestartet haben, der zur Zeit noch von Rebellen gehalten wird. Die Rebellengruppe Free Syrian Army (FSA) kündigte einen Großangriff an, um die Belagerung der Oststadt zu durchbrechen. Sie warnte Zivilisten zu deren Sicherheit davor, sich Regierungsgebäuden zu nähern.

Die von der syrischen Regierung und Russland ausgerufene Waffenruhe hatte am Donnerstag begonnen. Tatsächlich berichten Beobachter, die Gewalt sei zurückgegangen. Jedoch reichte das nicht aus, um Helfern einen Zugang zum belagerten Ostteil der Stadt zu ermöglichen. Hilfsorganisationen hatten geplant, Verletzte zu evakuieren. Die Rettungsaktion scheiterte aber. Eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz sagte, die Sicherheitslage habe das nicht zugelassen. Auch während der Waffenruhe habe es immer wieder Gefechte gegeben.

Ermittlungen gegen Syrien und Russland

Die Vereinten Nationen verstärken den Druck auf die Länder, die an Luftangriffen beteiligt sind. Der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte eine Untersuchungskommission eingesetzt, die sich mit einem Angriff auf einen Hilfskonvoi im September befassen soll. 20 Menschen waren dabei gestorben. Welcher Staat die Verantwortung für den Luftangriff trägt, ist bisher unklar. Ab Montag wird die Kommission versuchen, die Schuldigen ausfindig zu machen.

Auch die syrische Regierung gerät unter Druck durch die Ermittlungen. Assads Regime sieht sich aber noch einem weiteren Vorwurf gegenüber: In einem Bericht der UN wird die syrische Regierung beschuldigt, im vergangenen März erneut Giftgas eingesetzt zu haben. Ein Regierungshubschrauber soll damals Fassbomben über der Provinz Idlib abgeworfen haben. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power, sagte, es sei der dritte bestätigte Einsatz von Chlorgas durch das Assad-Regime. Dies belege den systematischen Einsatz von Giftgas als einen Verstoß gegen internationales Recht.

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