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Bank Monte dei Paschi di Siena versucht Neuanfang

Die angeschlagene italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) stellt sich nach ihrer Rettung im Sommer neu auf.

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Die angeschlagene italienische Bank Monte dei Paschi di
Siena (MPS) stellt sich nach ihrer Rettung im Sommer neu auf. Im Zuge der Sanierung sollen rund 2.600 – von knapp 26.000 – Stellen gestrichen und etwa 500 Zweigstellen geschlossen werden, so die Bank. Außerdem sollen Geschäftsteile verkauft werden. So will die Bank bis 2019 1,1 Milliarden Euro Nettogewinn erzielen.

Im Sommer hatte die Bank einem Rettungsplan eingesetzt. Im September wurde der Chef ausgewechselt, seit September steht Marco Morelli an der Spitze des Geldhauses. Gegen seinen Vorgänger Fabrizio Viola wird wegen des Verdachts der Bilanzfälschung und Marktmanipulation ermittelt.

Der Bank machte in den vergangenen Jahren ein Berg fauler Kredite zu schaffen – faule Kredite im Volumen von 28 Milliarden Euro sollen an den privaten Bankenrettungsfonds “Atlante” abgegeben werden. Ende November sollen die Aktionäre der 1472 gegründeten ältesten Bank der Welt einer Kapitalerhöhung über bis zu fünf Milliarden Euro zustimmen.

Viele Investoren sind aber skeptisch, ob es dem Institut aus der Toskana gelingen wird, so viel frisches Kapital einzusammeln. Europaweit stehen die Banken wegen der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) unter Druck.

Die Börse reagierte erst mit einem Kursfeuerwerk, dann mit einem Absturz.

su mit Reuters, dpa