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Moldawischer Wein: Osteuropäische Freiheit, gemischt


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Moldawischer Wein: Osteuropäische Freiheit, gemischt

Eigentlich wollte die moldauische Weinkellerei Purcari mit ihrer “Freiheitsmischung” von 2011 der Unabhängigkeit von der Sowjetunion gedenken, 20 Jahre nachdem die sich auflöste und Moldawien, Georgien und die Ukraine ihre eigenen Wege gingen. Aber als vor zwei Jahren russische Panzer auf die Krim rollten, legte sich eine andere Bedeutung drüber.

Andererseits nahm die Sowjetunion einst rund 90 Prozent der Weinproduktion ab.

Victor Bostan, Geschäftsführer Purcari Winery, Moldawien

“Wir haben zusammen das Nationale Büro für Wein und Weinberge, da sind alle moldauischen Winzer drin, und wir arbeiten zusammen an einem strategischen Plan für mehr Erfolg für unsere Weine.”

Denn statt Bestellungen kommen jetzt regelmässig Einfuhrverbote aus Moskau, wegen der Annäherung der Republik Moldau an die EU. Mit originellen Ideen sucht das Land im Westen nach Investitionen und neuen Exportmärkten, im vergangenen Jahr etwa durch ein Video moldawischer Winzer – auf Norwegisch.

Federico Giotto, Weinfachmann, Italien:

“Das ist eine Region, die noch viel mehr draufhat und die Tatsache, dass sie viele Medaillen und Preise bekommen haben, ist ein erster Schritt, denn diese Weine beeindrucken nicht nur auf dem lokalen Markt, sondern auf der ganzen Welt.”

Inzwischen gehen (erste 9 Monate 2016) nach Angaben von Moldawiens Winzern etwa 70% des heimischen Weins in EU-Länder, vor allem solche, die mit dem Begriff “Sowjetunion” noch etwas anfangen können: Rumänien, Polen, Tschechien, Slowakei und Baltikum.

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