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Offensive auf Mossul: Vormarsch der irakischen Armee teilweise gestoppt


Irak

Offensive auf Mossul: Vormarsch der irakischen Armee teilweise gestoppt

Die irakische Armee hat ihre Offensive auf die Stadt Mossul weiter fortgesetzt, gleichzeitig flohen Tausende Menschen aus der IS-Hochburg. Die Truppen stoßen allerdings auf immer stärkeren Widerstand. Der Vormarsch aus dem Süden wurde rund 30 Kilometer vor der Stadt gestoppt. Auch im Osten kam die Armee zum stehen. An anderen Frontabschnitten kam sie allerdings weiter voran. Nach UN-Angaben haben bislang mehr als 10.000 Menschen die Stadt verlassen. Die Organisation befürchtet einen Massenexodus innerhalb der nächsten Tage.

Sorge vor Einsatz von Chemiewaffen

Ein Bewohner berichtet, die Situation während der IS-Besatzung sei furchtbar gewesen. Die Dschihadisten hätten alles über einen wissen wollen und sie hätten Geld verlangt. Sein Bruder sei von den Dschihadisten getötet worden, weil dieser sich den Sicherheitskräften anschließen wollte. Jeder, der das vorhatte, wurde getötet.
In Mossul sollen sich noch etwa 6000 IS-Kämpfer aufhalten. Der zuständige UN-Koordinator befürchtet, dass die Dschihadisten auch einfache Chemiewaffen einsetzen könnten, um die Offensive zu stoppen. Im Flüchtlingscamp Khazer kamen allein am Dienstag mehr als 1000 Menschen an. Sie werden in dem Camp mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt.

Die Vereinten Nationen befürchten einen Massenexodus aus Mossul und richten weitere Flüchtlingscamps ein.

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