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Trauer um "Liebling Kreuzberg"-Star Manfred Krug


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Trauer um "Liebling Kreuzberg"-Star Manfred Krug

Der Schauspieler Manfred Krug ist tot. Er starb bereits am vergangenen Freitag im Alter von 79 Jahren in Berlin, wie sein Management K&V Events am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Zuvor hatte die “Bild”-Zeitung online berichtet.

Zu Krugs bekanntesten Rollen gehörten der DDR-Film “Spur der Steine”, der “Tatort”-Kommissar Stoever für den NDR sowie die Serien “Liebling Kreuzberg” und “Auf Achse”. Der Schauspieler, Autor und Musiker wurde 1937 in Duisburg geboren und kam als Kind 1949 in die DDR. 1977 ging er nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann wieder in den Westen. Im April 2013 erhielt der in Ost wie West erfolgreiche Künstler das Bundesverdienstkreuz.

Bundespräsident Joachim Gauck würdigte Krug als einen der glaubwürdigsten und populärsten Schauspieler unserer Zeit. In einem Kondolenzschreiben an Krugs Frau Ottilie schrieb Gauck: “In vielen Rollen im Fernsehen, im Kino und auf der Bühne hat er uns in seiner wundervollen Art Schwächen und Stärken der Menschen vor Augen
geführt.”

Krug war einer der populärsten Film- und Fernsehschauspieler in der DDR und hatte 1976 die Protestresolution zahlreicher DDR-Künstler gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns unterzeichnet. Eine seiner Paraderollen hatte er als aufmüpfig-anarchistischer Baubrigadier in “Spur der Steine”. Der 1965 gedrehte Film von Frank Beyer war in der DDR nicht lange in den Kinos und lag dann mehr als 20 Jahre im Giftschrank.

Zuletzt war es stiller geworden um den erfolgreichen Schauspieler. Krug hatte sich anders als viele Kollegen mit dem Rentenalter aus dem Schauspielgeschäft zurückgezogen, war aber weiter als Musiker aktiv. Er war ein Multitalent, nicht nur ein knorriger Schauspieler, sondern auch Buchautor und Sänger.

Krug hatte eine Ausbildung als Stahlschmelzer gemacht. Aber er sagte einmal über sich, er sei “als Schauspieler auf die Welt gekommen”.

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