Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Budapest: Ein Museum zu Ehren des großen Houdini


Cult

Budapest: Ein Museum zu Ehren des großen Houdini

Vor 90 Jahren, am 31. Oktober 1926, starb der wohl berühmteste aller Entfesselungs- und Zauberkünstler, der große Harry Houdini. Der Magier ungarischer Herkunft, geboren 1874 als Erik Weisz in Budapest, wurde mit spektakulären Entfesselungsnummern weltberühmt unter anderem mit Handschellen, Zwangsjacken und Milchkannen.

In Budapest erinnert ein Museum an den König der Handschellen, das “Haus des Houdini”. Dessen Mitbegründer ist leidenschaftlicher Sammler – und selbst Entfesselungskünstler.

David Merlini: “Bei den Versteigerungen sitzen lauter so verrückte Leute wie ich, die für Originalrequisiten astronomische Summen bieten. Der Einfluss seiner Karriere auf die Geschichte der Magie und Weltkultur ist einzigartig.”

Im Houdini-Haus gibt der Archivsafe Auskunft über das Leben des Ausnahmekünstlers. Erik Weisz, der sich später Ehrich Weiss und dann Harry Houdini nannte, war der Sohn eines armen jüdischen Seifenmachers. Als er vier Jahre alt war, emigrierte seine Familie in die USA – auf der Suche nach einem besseren Leben. Ehrgeiz und Perfektionismus katapultierten den jungen Ungarn aus der Gosse nach ganz oben.

Das Museum zeigt auch Originalkulissen aus Uli Edels Miniserie über Houdini mit Oscar-Preisträger Adrien Brody, die zum Teil in Budapest gedreht wurde.

David Merlini: “Jeder von uns hat etwas von Houdini tief in seiner Seele, möchte bestimmten Situationen entrinnen. Manche haben den Mut, dazu, andere wagen es nicht. Die Geschichte eines kleinen Mannes, der sich von ganz unten nach oben arbeitet und die Welt erobert, besticht auch heute, 90 Jahre nach seinem Tod. Es ist eine wunderbare Story, die viele Menschen inspiriert.”

Das “Haus des Houdini” in Buda, nur wenige Schritte vom Burgpalast entfernt, informiert nicht nur über Leben und Wirken des Magiers, sondern lädt in seinem kleinen Theater auch zur Begegnung mit aktuellen Zauberkünstlern ein.

Secret Harry Houdini footage:

Auswahl der Redaktion

Nächster Artikel

Cult

Malta: Mit Kunst und Kultur etwas bewirken