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"Gig-Economy": Britisches Gericht erklärt Uber-Fahrer zu "Angestellten"


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"Gig-Economy": Britisches Gericht erklärt Uber-Fahrer zu "Angestellten"

Der Fahrdienst Uber soll seine Fahrer in Großbritannien nicht länger als selbständig Erwerbstätige behandeln – sondern wie Angestellte. Das hat ein britisches Gericht entschieden.

Heißt: Die Fahrer müssen einen Mindestlohn – rund 8 Euro – und bezahlte Ferien bekommen. Start der Arbeitszeit beim Einloggen in die App und nicht pro Fahrt

Zwei Uber-Fahrer hatten dieses Recht vor Gericht eingefordert. Laut Gewerkschaft GMB, die die Klage der beiden Männer unterstützt hatte, könnte das Urteil Auswirkungen für mehr als 30.000 Taxi-Chauffeure haben. Uber hat Berufung angekündigt.

Auch andere Sparten der “Gig-Economy” mit ihrem angehäuften Mini-Tätigkeiten könnten betroffen sein. Der Fahrdienst aus San Francisco hatte argumentiert, seine mehr als 40.000 Fahrer in Großbritannien genössen die Flexibilität zu arbeiten, wann sie wollen und erhielten im Schnitt viel mehr als den Mindestlohn.

Der Fahrdienst wurde 2009 in den USA gegründet und wird heute auf 57 Milliarden Euro geschätzt. Dahinter stehen Investoren wie Goldman Sachs und GV, früher bekannt als Google Ventures. Über eine App kann man einen Fahrer buchen. Inzwischen gibt es Uber rund um den Globus, zum Unmut der Taxiunternehmen – viele fordern ein Verbot.

su mit Reuters

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