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Spaniens Wirtschaft wächst auch ohne Regierung


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Spaniens Wirtschaft wächst auch ohne Regierung

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In Spanien ist trotz der lang anhaltenden politischen Blockade die Wirtschaft auch im Sommer kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,7 Prozent zu, so das Statistikamt INE. Im Frühjahr war der Zuwachs mit 0,8 Prozent noch einen Tick stärker.
Spaniens Bruttoinlandsprodukt wird dieses Jahr voraussichtlich um mindestens 3 Prozent wachsen, die geschäftsführende Regierung erwartet 2,3 Prozent im kommenden Jahr.

Beflügelt wird der Aufschwung unter anderem von einem Touristenboom. Selbst der unruhige Bankensektor sendet neue Lebenszeichen: Das drittgrößte Kreditinstitut Caixabank und die mittelständische Banco Sabadell übertrafen die Prognosen und verbesserten ihre schlechten Kredit-und Kapitalpositionen.

Die Erwerbslosenquote ist im dritten Quartal zwar auf 18,9 Prozent gefallen. Sie bleibt aber die zweithöchste in der Europäischen Union. Nur in Griechenland ist die Lage schlechter.

AUSSICHTEN AUF EINE REGULÄRE REGIERUNG

Das Land hat nach einer zehn Monaten der politischen Lähmung Aussichten auf eine reguläre Regierung.

Seit Dezember war trotz mehrerer Versuche keine Mehrheit zur Wahl des Ministerpräsidenten zusammengekommen. Sollte der amtierende Regierungschef Mariano Rajoy wie erwartet eine Vertrauensabstimmung gewinnen, ist der Weg für eine Minderheitsregierung seiner konservativen Volkspartei frei.

„Von den vorangegangenen Reformen Rajoys gestärkt, hat die spanische Wirtschaft die politischen Turbulenzen recht gut gemeistert“, sagt Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank, London. Und damit nicht genug: „Spanien wird auch 2017 unter allen großen europäischen Volkswirtschaften am schnellsten wachsen“, prophezeit er.

su mit Reuters

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