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Schiitische Milizen greifen in Mossul-Offensive ein


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Schiitische Milizen greifen in Mossul-Offensive ein

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Schiitische Milizen haben am Samstag eine Offensive auf die nordirakische IS-Hochburg Mossul begonnen. Ziel ist es, den Belagerungsring um Mossul zu schließen. Mehrere tausend Milizionäre rücken auf die Stadt Tal Afar vor, die rund 80 Kilometer westlich von Mossul an einer wichtigen Verbindungsstraße nach Syrien liegt.

Vor knapp zwei Wochen hatten die irakische Armee, kurdische Peschmerga und lokale Milizen im Süden und Osten von Mossul ihren Großangriff gestartet. Jetzt greifen im Westen vom Iran unterstützte schiitische Milizen in die Kämpfe ein. Beobachter befürchten, dass die schiitischen Milizionäre Racheakte an der sunnitischen Bevölkerung verüben.





Die Türkei beobachtet misstrauisch das Vorrücken der schiitischen Milizen auf Tal Afar, das vor der Einnahme durch die Dschihadisten eine beachtliche turkmenische Bevölkerungsgruppe besaß, die enge kulturelle und historische Verbindungen zur Türkei unterhielt. Die irakische Regierung hat in den vergangenen Wochen mehrfach erklärt, die schiitischen Milizen sollten nicht nach Mossul einrücken.

Im Süden nahmen irakische Spezialeinheiten die Stadt Al-Schura ein. Die dortigen IS-Kämpfer haben sich nach Mossul zurückgezogen, nur einige wenige versuchen den Vorstoß der Regierungstruppen zu bremsen. Der Vormarsch der Regierungstruppen entlang des Tigristals südlich von Mossul verläuft langsamer als der Vorstoß der Peschmerga und einer irakischen Eliteeinheit an der Ostfront.

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