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Oettinger: Saloppe Rede oder "mit Trump in der Umkleide"?


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Oettinger: Saloppe Rede oder "mit Trump in der Umkleide"?

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Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger hat versucht, seine umstrittenen Witze bei einer Rede in Hamburg als “saloppe Äußerung, die in keinster Weise respektlos” war, zu verteidigen. Oettinger hatte die Mitglieder einer Delegation aus China als Schlitzaugen bezeichnet und von Homo-Pflichtehe gesprochen.
Dem SWR sagte der EU-Kommissar auch, er habe mit seiner Rede wachrütteln wollen. “Ich glaube, die Grundfrage ist: Wollen wir in der Öffentlichkeit, der Wirtschaft, Gesellschaft, den Medien und in der Politik Redner, die vorher 80-mal abwägen, ob alles passt und jedem passt, oder nimmt man in Kauf, dass jemand auch direkt und frei und auch mal provokativ, vielleicht auch salopp, etwas aussagt. Und ich habe eigentlich immer die Haltung gehabt, dass ich, ohne jemanden beleidigen zu wollen, die Dinge zuspitze, auf den Punkt bringe, um auch die, die zuhören, ein bisschen wachzurütteln.”

Jan Fleischhauser vom SPIEGEL sieht das so ähnlich.

Die Stuttgarter Zeitung hat Verständnis meint So ist er nun mal, unser Oetti.

Überzeugt haben Günther Oettinger und die Stuttgarter Zeitung aber längst nicht alle.

Die Familienministerin Manuela Schwesig von der SPD twittert ihre Kritik. Sie spricht von “rassistischen Äußerungen” Oettingers.

Sogar die seriöse Wochenzeitung “Die Zeit” vergleicht Oettinger mit Trump. Parvin Sadigh schreibt in einem Kommentar von “ein Rassismuschen hier und eine Prise Homophobie da” und stellt den CDU-Politiker in Brüssel in eine Reihe mit Alexander Gauland von der AfD.

Andere malen sich schon aus, wie sich Oettinger und Trump in einer Umkleidekabine treffen.

Was meinen Sie: freie Rede oder Rassismus? Darüber können Sie auch auf unserer Facebook-Seite diskutieren.

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