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Hillary Clinton und Vertraute Huma Abedin im "Carlos-Danger"-Sexting-Skandal


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Hillary Clinton und Vertraute Huma Abedin im "Carlos-Danger"-Sexting-Skandal

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Sexting-Ehemann der Clinton-Vertrauten Huma Abedin im Mittelpunkt des neuen E-mail-Skandals

Hillary Clinton und Freundin Huma Abedin:

Beim neuen Skandal taucht der Name des Ehemanns der Clinton-Vertrauten Huma Abedin (Anthony Wiener alias “Carlos Danger”) immer wieder auf. Abedin begleitet Clinton nicht wie vorgesehen bei einem Wahlkampfauftritt.

Das FBI untersucht den Computer, den Clinton-Vertraute Abedin gemeinsam mit ihrem Ehemann Anthony Wiener (im Netz auch als “Carlos Danger” bekannt) benutzte. Eigentlich war die FBI-Untersuchung schon abgeschlossen. Doch dann untersuchte das FBI Computer, die Clinton-Freundin Huma Abedin gemeinsam mit ihrem Noch-Ehemann Anthony Wiener nutzte. Wiener sextete u.a. mit einer 15-Jährigen. Das Paar lebt getrennt.

Wie fing eigentlich alles?

“Streng geheim” egal: Clinton verschickt einfach alles

13. Januar 2009 – Ein ehemaliger Angestellter von Bill Clinton registriert das Domain clintonemail.com und kreiert eine E-mail-Adresse für Hillary Clinton. – Es gibt keine Regeln darüber, eine private E-mailadresse für die Arbeit zu nutzen.

2014:
Als es eine Anfrage an das Außenministerium über Benghasi gab, fiel plötzlich auf, dass es keine E-mails von Clinton von einer offiziellen E-mail-Adresse gab. Im Dezember übergab Clinton 50.000 Seiten ausgedruckte Seiten mit E-mails in Bezug auf Benghasi.

10. März 2015: Clinton sagt Reportern, sie habe diese E-mail, weil sie nicht zwei Computer mit sich herumtragen wollte. Sie sagte, sie übergab 30.490 an das Außenministerium und löschte 31.830, die sie für privat hielt.

4. März 2015: Clinton tweetet: “Ich will, dass die Öffentlichkeit meine E-mails sieht. Sie sollen sie veröffentlichen. Sie sollen sie durchschauen und veröffentlichen.”

22. Mai 2015: Die ersten E-mails, die hauptsächlich mit Benghasi zu tun hatten, sind veröffentlicht worden. Es waren ungefähr 300 E-mails, ungefähr 850 Seiten.

26. Juli 2015: Clinton sagt, sie habe als Außenministerin keine geheimen E-mails von ihrem privaten Server aus geschickt.

“Ich bin sicher, ich habe nie irgendetwas Vertrauliches geschickt oder bekommen”, sagt Clinton in Iowa.

8. September 2015: Hillary Clinton entschuldigt sich für ihren E-mail-Skandal auf Facebook.

2016

14. Januar 2016: Charles McCullough III vom Geheimdienst schreibt, dass auf Clintons privaten Server vertrauliche E-mails gefunden wurden, einige gar “Streng geheim”.

4. Februar 2016: Auch Colin Powell als Außenminister und Condoleezza Rice als Außenministerin hatten vertrauliche E-mails über ihren privaten Server verschickt und empfangen.

Juli 2016
Das FBI beschließt seine Ermittlungen. Clinton sei “sehr unvorsichtig” gewesen. Jedoch gebe es keinen Grund, juristisch gegen sie vorzugehen.

Oktober 2016
FBI-Direktor James Comey schreibt, dass noch weitere E-mails entdeckt wurden, die relevant sind und die untersucht werden müssen.

dpa berichtet:
Das FBI kann Medienberichten zufolge nun die neuen E-Mails im Rahmen der Ermittlungen gegen die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton prüfen. Die Bundespolizei bekam inzwischen die nötige Genehmigung, wie US-Medien am Sonntagabend (Ortszeit) berichteten. Die E-Mails seien bereits Anfang des Monats entdeckt worden, berichteten zudem die “Washington Post” und der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Justizkreise.

FBI-Chef James Comey hatte den Fund und geplante neue Ermittlungen erst am vergangenen Freitag in einem Brief an Kongressmitglieder publik gemacht – elf Tage vor der Wahl. Es handelt sich um E-Mails von Clintons Beraterin Huma Abedin, die auf dem Computer des Ex-Abgeordneten Anthony Weiner entdeckt wurden. Gegen Weiner wird wegen des Versendens sexuell anstößiger SMS an eine Minderjährige ermittelt. Er ist Abedins Ehemann; sie hat sich nach mehreren Skandalen allerdings inzwischen von ihm getrennt.

Im Mittelpunkt der E-Mail-Affäre steht die Frage, ob Clinton während ihrer Zeit als Außenministerin (2009 bis 2013) durch die Nutzung eines privaten Servers für dienstliche Korrespondenz die Sicherheit der Nation gefährdet hat – etwa weil geheime Nachrichten über das möglicherweise hackeranfällige System verschickt wurden. Das FBI ermittelte bereits, es kam aber nicht zu einer Anklage. Comey bescheinigte Clinton im Sommer zwar extreme Sorglosigkeit, aber kein kriminelles Verhalten.

Der Zeitpunkt von Comeys jüngster Bekanntgabe, so kurz vor der Präsidentenwahl am 8. November, hat eine heftige Debatte ausgelöst. Sein Schritt war ein Bruch mit der langjährigen Praxis, kurz vor Wahlen keine Informationen über Ermittlungen zu veröffentlichen, die sich auf das Wahlergebnis auswirken könnten. Comey setzte sich damit auch über den ausdrücklichen Wunsch seiner Chefin, der Justizministerin Loretta Lynch, hinweg. Clinton sprach von einem “bisher einmaligen” und “besorgniserregenden Vorgang” und forderte Comey auf, alle Fakten auf den Tisch zu legen. Richard Painter, früherer Ethik-Anwalt des damaligen Präsidenten George W. Bush, legte Beschwerde bei der Sonderanwaltschaft der US-Regierung und der Behörde für Regierungsethik ein, wie er am Sonntag in einem Meinungsbeitrag für die “New York Times” schrieb.

Das FBI habe seine Macht missbraucht und wahrscheinlich gegen ein Gesetz über politische Einflussnahme durch Mitglieder der Exekutive verstoßen.

Der “Washington Post” zufolge wurde Comey selbst erst am vergangenen Donnerstag über die neue Entwicklung unterrichtet, wie er auch in seinem Schreiben betonte. CNN berichtete aber, er sei bereits Mitte Oktober vage über die neue Entdeckung von E-Mails informiert worden, die zum oder vom privaten Server in Clintons Haus in Chappaqua geschickt wurden.

In den Wochen nach dem Fund waren die Ermittler laut CNN anscheinend zunächst damit beschäftigt, dessen mögliche Bedeutung einzuschätzen und über ihr weiteres Vorgehen zu beraten. Dem “Wall Street Journal” zufolge wurden auf Weiners Computer 650.000 E-Mails gefunden, die
sich über Jahre erstreckten, viele von Abedins E-Mail-Konto. Metadaten hätten gezeigt, dass anscheinend Tausende von Clintons privatem Server stammten oder dorthin geschickt wurden. Da sich die Befugnisse zum Lesen der E-Mails auf Weiners Computer aber nur auf die Vorwürfe gegen den Ex-Kongressabgeordneten bezogen hätten, habe das FBI eine zusätzliche Genehmigung beantragen müssen, um eine Prüfung der übrigen Mails einzuleiten. Es sei unklar, ob die neu entdeckten E-Mails im Zusammenhang mit vorausgegangenen Ermittlungen gegen Clinton eine Bedeutung hätten, hatte der FBI-Direktor erklärt.

In englischer Sprache:

Im britischen Guardian

Die Timeline von CNN

Und in der Washington Post

Noch ein Artikel aus der Washington Post

Zu den Wikileaks E-Mails

Am 16. März 2016 veröffentlicht Wikileaks ein Archiv mit 30.322 E-Mails, die Clinton schickte und erhielt, als sie Außenministerin war. Die 50.547 Seiten gehen vom 30. Juni 2010 bis zum 12. August 2014

11. Oktober 2016
Hillary Clintons Wahlkampagnenleiter John Podestas E-mails wurden gehackt. Er schiebt die Schuld auf Donald Trump und die russische Regierung. Wikileaks veröffentlicht E-Mails, die mit Clinton und ihrem Wahlkampf zu tun haben

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