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Italien nach dem Erdbeben: Rund 15.000 Menschen benötigen Notunterkünfte


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Italien nach dem Erdbeben: Rund 15.000 Menschen benötigen Notunterkünfte

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Auf Luftbildern von Castelluccio de Norcia zeigen sich die Folgen des schweren Erbebens am Sonntag besonders deutlich. Nur weil die Bewohner dieses und anderer historischer Orte wegen der vorangegangenen Beben schon weitgehend evakuiert waren, gab es keine Toten.

Allein in der Region Marken sind nun rund 25.000 Menschen wohnungslos, 15.000 sind nach Auskunft des Zivilschutzes auf Notunterkünfte angewiesen sein. Sie sollen in Zeltstädten und Hotels unterkommen oder direkt an die sicherere Adria-Küste gebracht werden. Noch von Sonntag auf Montag übernachteten viele Menschen in ihren Autos. Die Regierung gelobte schnelle Hilfe.

“Die Leute sind bestürzt, verstört und psychologisch am Ende, weil sie wissen, dass sie alles verloren haben”, so Francesco Battilocchi, Mitglied des Stadtrats von Norcia. “Wer noch ein Zuhause hat, weiß nicht, wann er zurück kann und ob er noch eine Zukunft hat. Unser Problem ist auch unsere Arbeit, unsere Jobs, das ist im Moment alles zerstört. Wir haben nichts in den Händen und die Angst frisst uns auf.”

Schon seit Monaten kommt die Region nicht zur Ruhe. Beim Erdbeben im August, bei dem weiter südlich 300 Menschen starben, gab es hier schon Schäden. Dann letzte Woche starke Erdstöße und am Sonntag das stärksten Erdbeben in Italien seit 36 Jahren. Und die Anspannung bleibt:

“Das Erdbeben der Stärke 6,5 wird leider noch eine lange Reihe von Nachbeben nach sich ziehen, manche davon vielleicht stark. Wir wissen nicht, ob nochmal so eine Erschütterung kommt, aber wir können sagen, dass diese Situation noch einige Wochen anhalten wird”, so Andrea Tertulliani beim Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie.

Auch am Cima del Redentore, einem 2448 Meter hohen Berg auf der Bruchlinie, hinterließ das Beben Spuren, über die Hänge ziehen sich mehrere Risse. Selbst im über 100 Kilometer entfernten Rom war das Beben zu spüren, zahlreiche öffentliche und historische Gebäude werden auf Schäden geprüft.

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