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Marokko: Weitere Proteste nach Tod des Fischhändlers Fikri

In Marokko schwelt die Wut über den Tod des Fischhändlers Mouhcine Fikri weiter.

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Marokko: Weitere Proteste nach Tod des Fischhändlers Fikri

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In Marokko schwelt die Wut über den Tod des Fischhändlers Mouhcine Fikri weiter. Am Montag versammelten sich in Hoceima, wo Fikri ums Leben kam, spontan mehrere Hundert Studentinnen und Schüler, wie das marokkanische Magazin Tel Quel berichtet. Am Sonntag waren nach der Beisetzung des Fischhändlers im ganzen Land Tausende auf die Straßen gezogen.

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"Was Fikri passiert ist, kann allen passieren."

“Ich bin hier, um den Ermordeten zu unterstützen, aber auch, um dem ganzen marokkanischen Volk meine Unterstützung zu zeigen”, so eine Demonstrantin in Rabat. “Denn was Fikri passiert ist, kann allen passieren und passiert schon, nicht nur in Hoceima, auch in Rabat oder Casablanca. Sie erniedrigen uns, sie unterwerfen uns.”

Und auch diese Frau in Rabat ist sauer auf die Behörden:
“Immer wenn die Polizei einen von uns Armen tötet, sagen sie, dass diese Person etwas Illegales getan hat. Sie beuten das marokkanische Meer illegal aus, dazu sagt keiner was, das hat keine Folgen.”

Bilder aus den sozialen Netzwerken zeigen, wie Fikri vermutlich gestorben ist: Er wurde in einer Müllpresse zerquetscht. Polizisten hatten illegale Ware des Fischhändlers beschlagnahmt und in einen Müllwagen geworfen. Die Ermittlungen dauern an.