Modell Hinkley Point: Frankreich plant Investmentfonds mit China

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Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist mit fünf Dutzend Wirtschaftsvertretern für fünf Tage nach China aufgebrochen.

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Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist mit fünf Dutzend Wirtschaftsvertretern für fünf Tage nach China aufgebrochen. Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault ist schon da: Frankreich und China wollen einen gemeinsamen Investmentfonds auflegen. Damit sollen nach dem Modell des britischen Atomkraftwerkbaus Hinkley Point gemeinsame Projekte vorangetrieben werden, so Ayrault.

Jean-Marc Ayrault, französischer Außenminister:

“Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, was wir zusammen machen können – Aufträge in Drittmärkten an Land ziehen, und zwar in allen Branchen. Das ist ein Modell, das wir überall unterstützen, auch in Afrika, auch in Asien.”

In Hinkley Point an der Südwestküste Englands stecken der Atomkonzern China General Nuclear Power und der staatlich dominierte französische EDF-Konzern zusammen rund 20 Milliarden Euro in den ersten Atomkraftwerkbau in der Europäischen Union seit der Katastrophe im japanischen Fukushima vor mehr als fünf Jahren.

Die französische Elektrizitätsgesellschaft EDF (Électricité de France) ist der zweitgrößte Stromerzeuger weltweit. EDF beschäftigt weltweit mehr als 159.000 Mitarbeiter (2012) zur Versorgung von etwa 37 Millionen Kunden.

Ayrault hatte zuvor die Behinderung ausländischer Investoren in China kritisiert, Gabriel will in China den Abbau von Investitionshürden für deutsche Firmen fordern.

Westliche Unternehmerverbände und Politiker kritisieren immer wieder, dass ausländische Firmen in China auf weit mehr Widerstand stoßen als umgekehrt. Außenminister Wang Yi wies das zurück. „Wenn man sich das Tempo und das Ausmaß ansieht, in welchem sich China im Vergleich zu anderen Schwellenländern geöffnet hat, dann gehören wir hier zu den Führenden“, sagte er.

su mit Reuters

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