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Weibliche Gene schützen stärker vor Autismus


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Weibliche Gene schützen stärker vor Autismus

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Wissenschaftler in den USA suchen Familien, die einen autistischen Sohn und eine nicht betroffene Tochter haben.

Autismus tritt vier Mal “häufiger bei Jungen als bei Mädchen auf”:
http://www.chicagotribune.com/lifestyles/health/ct-autism-in-girls-20161025-story.html.

Die Wissenschaftler wollen herausfinden, woran genau das liegt. Sie wollen neue Behandlungsmethoden oder sogar Wege um Autismus zu verhindern finden.

Die fünfzehnjährige Evee Bak nimmt an dem Forschungsprojekt teil. Sie hofft, dass sie so ihrem großen Bruder Tommy helfen kann. Er wurde im Alter von drei Jahren mit Autismus diagnostiziert.

Evee Bak erzählt: “Ich hoffe, dass mit den Ergebnissen meinem Bruder geholfen werden kann. Vielleicht eine neue Therapie oder einfach etwas, das ihm sein Leben erleichtert, damit er sein Leben besser meistern kann.”

Viele Mädchen mit Autismus haben soziale Fähigkeiten, so dass sie nicht als autistisch erkannt werden. Und manche Mädchen werden mit den gleichen genetischen Mutationen wie Jungs geboren, aber sie haben kein Autismus.

Die Wissenschaftler wollen verstehen warum.

Joseph Buxbaum, der Direktor des Seaver Autismus Zentrums, erklärt: “Mädchen können die gleiche Mutation wie Jungen haben, aber ohne autistisch zu sein. Mädchen müssen die doppelte Menge an Mutationen haben, um Autismus aufzuweisen.”

Die Forscher versuchen den “Schutz-Faktor” zu identifizieren, von dem manche Mädchen profitieren. Wenn es ein Protein oder ein biologischer Marker ist, dann könnte man unter Umständen ein neues Medikament entwickeln, um Autismus zu behandeln oder zu verhindern.

Alison Singer, die Präsidentin der Autism Science Stiftung, sagt:
“Wir versuchen Mädchen zu finden, die die Autismus-Gene aber keine Symptome haben. Dann versuchen wir zu verstehen, was sie sonst noch gemein haben. Wir wollen diesen weiblichen Schutz-Effekt identifizieren. Denn wenn wir diesen Effekt finden, dann können wir Mädchen und Jungs schützen.”

Das Autism Sister Projekt wird von der Autism Science Stiftung finanziert. Es hat vor einem Jahr angefangen und bemüht sich derzeit seine DNA-Sammlung zu erweitern.

Ziel ist es, eine große Datenbank anzulegen, die auch andere Forscher nutzen können.

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