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Bank of England - plötzlich ist die Inflation die Hauptsorge


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Bank of England - plötzlich ist die Inflation die Hauptsorge

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Die Bank of England (BoE) hat den akuten “Brexit”-Schock für beendet erklärt – keine weitere Lockerung der Geldpolitik nötig, so die britische Zentralbank. Der Leitzins (0,25 Prozent) bleibt wo er ist – nicht ausgeschlossen, dass er sich als Nächstes nach oben bewegt. Auch das Anleihen-Kaufprogramm wird nicht angetastet. Im August hatte die BoE den Leitzins halbiert und das Anleihekaufprogram um 67 auf 482 Milliarden Euro aufgestockt.

Die Gründe: Ein überraschend robustes Wirtschaftswachstum nach dem “Brexit”-Votum – die Zentralbank hob ihre Wachstums-Prognose für 2017 von 0,8 auf 1,4 Prozent an. Und vor allem die drohende Inflation – hier rechnet sie in den kommenden beiden Jahren mit 2,7 Prozent. “Die Geldpolitik kann in beide Richtungen reagieren, um die Inflation nachhaltig auf das 2-Prozent-Ziel zu drücken,” so die Bank.

Ursache für beides: Das “Brexit” geschwächte Pfund Sterling – es hilft beim Export und macht Importe teurer. Die erwünschten 2 Prozent Geldentwertung sieht die Bank erst 2020.

Und macht sich wegen des “Brexit” längerfristig Sorgen: Sie revidierte die Wachstumsprognose für 2018 auf 1,5 (vor dem “Brexit”-Votum 2,3) Prozent und rechnet 2019 mit 1,6 Prozent.

“Zum Teil spiegelt dies die Auswirkungen des niedrigeren Realeinkommens auf die Ausgaben der privaten Haushalte wider, die Unsicherheit über die künftigen Handelsabkommen und das Risiko, dass der Zugang zu den EU-Märkten erheblich reduziert werden könnte”, so die BoE.

Das Pfund legte nach der Bekanntgabe der Beschlüsse zu.

su mit dpa, Reuters

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