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Feierlichkeiten und Proteste am russischen Tag der nationalen Einheit


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Feierlichkeiten und Proteste am russischen Tag der nationalen Einheit

Am Tag der nationalen Einheit Russlands hat der russische Präsident Wladimir Putin ein überlebensgroßes Denkmal von Wladimir dem Großen unweit des Kremls in Moskau enthüllt. Wladimir der Große gilt als geistiger Vater des Christentums in Russland und ist eine kontrovers diskutierte Figur.

Putin betonte in seiner Ansprache traditionelle, russische Werte und machte sich symbolisch für die nationale Einheit stark: “Es ist heute unsere Pflicht, uns gemeinsam den Bedrohungen der Zeit zu stellen, uns an spirituellen Geboten zu orientieren, den Traditionen der Einheit und Einigkeit zu folgen und nach vorn zu schauen, damit unsere über tausendjährige Geschichte weitergeht.”

Anhänger Putins schlossen sich am Tag der nationalen Einheit dem Marsch durch die russische Hauptstadt an. Doch nicht alle Menschen sind einverstanden mit der Politik des russischen Präsidenten. In den Vororten der Hauptstadt fand zeitgleich eine rechtsnationalistische Gegendemonstration statt. Ihre Anhänger riefen “Putin raus”. Sie forderten die Freilassung ihres Vorsitzenden Dmitri Demuschkin, der in diesem Jahr verhaftet worden war: “Für einen russischen Nationalisten befindet sich der Feind im eigenen Land. Er ist ein Bürokrat und die politische Elite, die sich um Putin versammelt hat, wegen des Krieges in Syrien und im Osten der Ukraine.” so Yuri Gorski, der die Demonstration organisiert hatte.

Der Tag der Nationalen Einheit war 2004 von Putins Kabinett eingeführt worden, um den kommunistischen Feiertag der Oktoberrevolution am 7. November abzulösen.

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