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"Totaler Krieg" oder totale Propaganda? US-Militärs zweifeln an der Durchhaltekraft des IS


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"Totaler Krieg" oder totale Propaganda? US-Militärs zweifeln an der Durchhaltekraft des IS

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Die neueste Audiobotschaft des IS-Anführers Abu Bakr al-Baghdadi sollte wie ein Schlachtruf klingen, aber US-Militärs vermuten dahinter eher Verzweiflung. Dem IS, so mutmaßen sie, entgleite die Kontrolle über seine eigenen Kämpfer.

“Es ist ganz klar ein Versuch des IS, mit seinen Kämpfern zu kommunizieren”, sagte John Dorrian, Sprecher der US-geführten Koalition im Irak. “Das zeigt wahrscheinlich ganz deutlich, dass ihre Kommandostrukturen und die Möglichkeit, mit ihren Kämpfern direkt zu kommunizieren, stark eingeschränkt sind.”

Eine Theorie, deren Beleg durch Fakten noch aussteht, in jedem Fall aber ein weiterer Schlagabtausch im Krieg um den Irak, der von allen Seiten auch mit Hilfe von Propaganda und den Medien geführt wird. Baghdadis Nachricht wurde bisher noch nicht offiziell als authentisch eingestuft.

Fest steht jedenfalls, dass die irakische Armee den Druck auf Mossul verstärkt hat, die wichtigste Stadt, in der die Kämpfer des sogenannten Islamischen Staates bisher die Oberhand haben. Symbolträchtig auch deshalb, weil Baghdadi hier einst ein Kalifat ausgerufen hat.

Der IS wehrt sich derweil mit Selbstmordanschlägen, auch Drohnen mit Bomben schicken die Kämpfer gegen die irakische Armee in die Luft, diese Angriffe habe die Armee aber abwehren können, so ein General der irakischen Streitkräfte. Im Osten der Stadt arbeiten sich die Truppen weiter in Richtung der dichter besiedelten Gebiete vor. Der Kampf um Mossul entwickelt sich langsam zu einem Häuserkampf, der, so hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt, besonders schwer zu gewinnen ist.

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