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Investieren in der Türkei

Mit Vergünstigungen versucht die Türkei, Investoren anzulocken

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Investieren in der Türkei

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Die besondere Lage am Schnittpunkt zwischen Europa und Asien sowie staatliche Anreize machen die Türkei für manch internationales Unternehmen attraktiv.

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"25 Prozent der türkischen Bevölkerung sind unter 15. Das ist ein sehr dynamischer Verbrauchermarkt."

Tankut Turnaoğlu Türkei-Chef von Procter and Gamble

In einer Fabrik bei Istanbul baut zum Beispiel Mercedes Benz Fernbusse für den Export. Es ist eine der bedeutendsten ausländischen Direktinvestitionen für die Türkei. In fünfzig Jahren hat der deutsche Autokonzern fast eine Milliarde Euro investiert.

Die Zulieferer haben ihrerseits ein weltweit einzigartiges Industriegebiet geschaffen. Auf 300 Hektar sind 90 Betriebe aus dem Sektor angesiedelt – mit jährlich mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz.

Junger, dynamischer Markt

Der amerikanische Industrieriese Procter and Gamble ist seit dreißig Jahren in der Türkei präsent. Hier ist ein Viertel der Produktion für den Export bestimmt, das meiste geht in den heimischen Markt. Tankut Turnaoğlu, Türkei-Chef von Procter and Gamble: “25 Prozent der türkischen Bevölkerung sind unter 15. Das ist ein sehr dynamischer Verbrauchermarkt. Dies in Kombination mit der Möglichkeit des sozialen Aufstiegs und dem Wachstum der Mittelschicht macht die Türkei zu einem der weltweit attraktivsten Märkte für Konsumgüter.”

Procter and Gamble hat hier über 700 Millionen Dollar investiert. Die Türkei wirbt mit etlichen staatlichen Vergünstigungen um ausländische Investoren. Tankut Turnaoğlu: “Es gibt steuerliche Vergünstigungen, Anreize im Bereich der Beschaffung, beim Import, der zum Teil kostengünstiger für unser Unternehmen abgewickelt werden kann, und all das macht es für Konzerne wie uns sehr interessant, in der Türkei zu investieren.”

Die Türkei findet sich heute weltweit unter den 20 größten Volkswirtschaften und will binnen fünf Jahren in die Gruppe der Top 10 aufsteigen. Das geht nur mit Investitionen in die Infrastruktur. Ein dritter Flughafen wird gerade in Istanbul gebaut, ein neuer Hafen ist seit einigen Monaten in Betrieb.

Voll digitalisiert und automatisiert steigert der Hafen die Produktivität, erklärt Hafenmanager Çağlar Yumak: “Dieses Sytem hat drei entscheidende Vorzüge: Erstens, und das ist für uns das Wichtigste: die Sicherheit. Zweitens die Arbeitsabläufe für die Fahrzeugführer. Und drittens wird die Produktivität um 15 Prozent gesteigert.”

Auf lange Sicht dürfte der Hafen der türkischen Wirtschaft weiteren Schub geben und zu einem neuen Brückenkopf nach Europa und Asien werden.

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