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Smog in Neu-Delhi: Messgeräte versagen - Grenzwert um Vielfaches überschritten


Indien

Smog in Neu-Delhi: Messgeräte versagen - Grenzwert um Vielfaches überschritten

  • Höchster Wert seit zwanzig Jahren
  • Tausende Fahrzeuge aus Verkehr gezogen
  • Dunstglocke seit Tagen über der Stadt

Die Smogbelastung in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi ist so massiv, wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Die Behörden haben nun eine Reihe von Notmaßnahmen eingeleitet, um die Luftqualität zu verbessern. Dieselfahrzeuge, die älter als 15 Jahre sind, werden ab sofort aus dem Verkehr gezogen – das sind rund 200.000 Fahrzeuge. Zudem wurden die Bauarbeiten für die U-Bahn umgehend gestoppt, da sie enormen Dreck verursachen.



Zahlreiche Maßnahmen bislang nicht umgesetzt


Die Luft sei mittlerweile giftig, so der Umweltschützer Vimlendu Jha. Die Werte lägen jenseits der Messbarkeit und jenseits aller Vorstellungskraft. Die Messgeräte seien für einen solchen Grad der Verschmutzung nicht ausgelegt. Der Verkehr in der Metropole ist eine der Ursachen für den Smog. Auf Anzeigetafeln steht hinter dem Wert für die Luftverschmutzung: nicht messbar. Es würde alles unternommen, um die Situation zu verbessern, so Gesundheitsminister Satyendra Jain. Erstmals würden die Straßen gewaschen. Wasser würde auf die Straßen gesprüht, um zu vermeiden, dass Staub aufgewirbelt wird. Die Dunstglocke liegt seit über einer Woche über der 17 Millionen Einwohner zählenden Stadt. Ein eigens vom Parlament eingerichtetes Tribunal hatte bereits vor Monaten zahlreiche Maßnahmen beschlossen, die bislang aber nicht umgesetzt wurden.


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