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UN-Klimakonferenz COP22: Taten statt Worte


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UN-Klimakonferenz COP22: Taten statt Worte

Mit Unterstützung von

Staffelübergabe der Präsidentin der UN-Klimakonferenz von Paris Ségolène Royal an ihren marokkanischen Amtsnachfolger Salaheddine Mezouar, den marokkanischen Außenminister.

Die COP22 begann an diesem Dienstag und endet am 18. November. Dem Gastgeber zufolge ist die Konferenz von Marrakesch wichtig, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die ärmeren Staaten und Bevölkerungen abzufedern.

Said Mouline, der sich als Manager um die Zusammenarbeit des öffentlichen und privaten Sektors der COP22 kümmert, meint, “die Konferenz COP22 will veranschaulichen, dass die Handlungen und Maßnahmen finanzieller Art, die seit 20 Jahren diskutiert werden, endlich konkret werden. Die Projekte, die es hier in Marokko gibt, sind sehr interessant: Es geht um Sonnen- und Windenergie und um Energieeffizienz in der Landwirtschaft. Das sind die Themen, die für die Menschen hier in Marokko und generell im Süden wichtig sind. Wir wollen zeigen, dass durch Klimakonferenzen konkrete Projekte entstehen, um nicht nur die Energieversorgung, aber auch die Lebensmittelsicherheit zu verbessern und gegen Wasserknappheit zu kämpfen. Themen, die vor allem für die Menschen im Süden wichtig sind.”

Alle Nichtregierungsorganisationen, kurz NGOs, sind in der so genannten Grünen Zone untergebracht. Parallel gibt es Veranstaltungen, Ausstellungen, Konferenzen, und Maßnahmen, die den Erfahrungsaustausch ermöglichen – die Gelegenheit, neue Partnerschaften zu schließen im Kampf gegen die Erderwärmung. In der Grünen Zone gibt es jeden Tag einen Themenschwerpunkt: Von Jugend über Zugang zum Trinkwasser bis hin zu Landwirtschaft reicht die Palette.

Der Präsident des nationalen Menschenrechtsrats Driss el Yazami fordert,
“auch die Zivilbevölkerung ist anwesend, sie versammelt sich in der blauen Zone in Gegenwart der Regierungsdelegationen und Verhandlungspartner, um auf ein schnelleres Handeln zu pochen. Die Menschen wollen, dass die Beschlüsse von Paris so schnell wie möglich umgesetzt werden. Der Übergang zur Energiewende muss an die Entwicklungen und die Menschen im Süden angepasst werden. Wir müssen einen Übergang finden, der in Betracht zieht, dass die Menschen im Süden keine Verantwortung tragen für die Lage, in der wir uns gerade befinden.”

Die Zeit drängt, um sich auf geeignete Mittel im Kampf gegen die Erderwärmung zu einigen. Die größte Herausforderung in Marrakesch besteht darin, sich auf eine allgemein gültige Frist zu einigen, wann die Maßnahmen spätestens umgesetzt werden.
euronews-Korrespondentin Kawtar Wakil:
“Die Klimakonferenz von Marrakesch soll eine Konferenz der Taten werden. Das Königreich Marokko will der Welt zeigen, dass es sich bei Wind- und Sonnenenergie stark engagiert. Es will demonstrieren, dass wirtschaftliche Entwicklung und der Kampf gegen den Klimawandel miteinander vereinbar sind.”

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