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Bombenanschlag auf deutsches Konsulat in Afghanistan


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Bombenanschlag auf deutsches Konsulat in Afghanistan

Vor dem deutschen Konsulat in Masar-i-Sharif in Afghanistan ist eine Autobombe explodiert. Der Chef eines Krankenhauses bestätigte zwei Tote. Mindestens 50 Menschen seien verletzt worden.

Die Angreifer haben nach Angaben eines Provinzsprechers mit einem großen Fahrzeug die Wand des Gebäudes gerammt. Die Explosion habe Scheiben mehrerer Gebäude im Umkreis bersten lassen, dadurch seien viele Menschen verletzt worden. Der Sprecher sagte, deutsche Sicherheitskräfte hätten afghanischen Kräften den Zutritt zum Gelände des Konsulats verwehrt. Ein Bundeswehrsprecher in Deutschland sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass bei dem Angriff auch Schüsse gefallen seien. Die NATO teilte mit, Soldaten des Bündnisses seien auf dem Weg zum Tatort.

Die Taliban haben die Verantwortung für den Angriff übernommen. Unbestätigten Meldungen zufolge soll es sich um einen Racheakt für einen mutmaßlichen Luftschlag der NATO handeln. Bei diesem Angriff auf die Taliban waren vor einer Woche mehr als 30 Zivilisten getötet worden.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Krisenstab des Auswärtigen Amtes einberufen. Neben dem Konsulat in Masar-i-Sharif unterhält die Bundesrepublik Deutschland noch eine Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Immer wieder werden ausländische Vertretungen von den Taliban angegriffen. So hatte es vor knapp einem Jahr einen schweren Angriff auf die spanische Botschaft in Kabul gegeben. Dabei waren zwei spanische sowie vier afghanische Polizisten getötet worden. Sicherheitskräfte brauchten damals fast zwölf Stunden, um den Angriff abzuwehren.

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