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"James Webb"-Teleskop: Einblicke in die Babyphase des Universums


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"James Webb"-Teleskop: Einblicke in die Babyphase des Universums

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Noch knapp zwei Jahre sind es bis zum Start des “James Webb”-Teleskops. Der Nachfolger von “Hubble” soll im Herbst 2018 1,5 Millionen Kilometer weit ins All fliegen und neue Bilder aus dem frühen Universum aufnehmen. Mehr als zwei Jahrzehnte hat die Entwicklung des Riesenauges, ein Gemeinschaftsprojekt von Nasa, ESA und der kanadischen CSA gedauert. Maßgeblich daran beteiligt war der Astrophysiker und Nobelpreisträger John C. Mather.

John C. Mather, NASA Senior Astrophysicist, Observational Cosmology Laboratory: “Wir haben zwei Jahrzehnte hart an der Innovation gearbeitet, das ist das Ergebnis. Wir eröffnen ein ganz neues Gebiet der Astronomie. Wir werden Dinge sehen, die wir vorher nicht sehen konnten, weil dieses Teleskop noch viel leistungsstärker ist, als Hubble.”

Anders als “Hubble”, das Aufnahmen vor allem im optischen und ultravioletten Frequenzspektrum macht, wird “Webb” im infrarotnahen Bereich arbeiten und deshalb noch weiter in die Vergangenheit des Universums zurückschauen können. Bis hin zum Big Bang.

John C. Mather, NASA Senior Astrophysicist, Observational Cosmology Laboratory: “Wir wollen wissen, was nach dem Big Bang geschah. Ich hoffe, dass wir auf etwas stoßen, von niemand etwas weiß. Etwas, das ihm frühen Universum geschah, noch vor den Galaxien, das zur Bildung Schwarzer Löcher führte, wir wissen nicht, wie sie entstanden. Das ist ein weites Forschungsprojekt. Alles, was wir über die Planeten da draußen wissen, war eine totale Überraschung. Ich hoffe auf noch mehr völlige überraschende Erkenntnisse.”

Eines der wichtigsten Elemente an Bord ist der Hauptspiegel. Er besteht aus 18 Segmenten, die sich erst im Weltraum entfalten, zusammen einen Durchmesser von 6,5 Metern und eine Fläche von rund 25 Quadratmetern ergeben. Das so gesammelte Licht wird dann in einem zweiten Spiegel reflektiert und zur Kamera und den anderen wissenschaftlichen Instrumenten gelenkt.

Das etwa 6,3 Tonnen schwere “James Webb”-Teleskop soll mit einer Ariane-Rakete ins All reisen. Die Mission ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt.

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