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Obama und Trump: gegensätzlicher geht nicht


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Obama und Trump: gegensätzlicher geht nicht

Es sind nur acht Jahre, die Barack Obamas Wahlerfolg und Donald Trumps Sieg trennen:
Die USA, die 2008 mit “Yes we can” den ersten schwarzen Präsidenten Barack Obama wählten.
Und die USA, die 2016 für Donald Trump stimmten. Ein größerer Gegensatz ist fast unmöglich.

Obama sagte 2008, “es hat lange gebraucht, aber heute Abend stehen wir bei dieser Wahl in den USA an einem Wendepunkt.”

Acht Jahre später sind die Menschen gespaltener denn je, sodass Trump erklärte, “Amerika muss seine Kluften überwinden. Wir müssen zusammenrücken. Ich rufe alle Demokraten, Republikaner und Unabhängigen auf, sich zu einem Volk zu vereinen. Die Zeit drängt.”

Doch ein Zusammenrücken ist schwierig, gemessen am Schlagabtausch der Präsidentschaftskandidaten in den vergangenen Monaten. Zu vieles trennt die politischen Lager.

Obamacare

Wie in der Gesundheitspolitik. 2010 unterschrieb Obama das Gesetz zur Reform der Krankenversicherung nach langen Auseinandersetzungen mit dem mehrheitlich republikanischen Kongress.
Trump kündigte bereits an, Obamacare rückgängig zu machen:
“Im Gesundheitswesen werden wir Obamacare abschaffen und ersetzen.”

Wirtschaft

Ebenso wie das von Obama ausgehandelte Abkommen NAFTA, das Trump außer Kraft setzen will.
“Wie viele Jobs in der Automobilindustrie werden weiter verloren gehen, falls das Handelsabkommen TPP abgesegnet wird?” fragte Trump. “Das wäre eine Katastrophe. Deswegen habe ich angekündigt, dass wir den Vertrag stoppen, bevor es dazu kommt.”

Klima

Präsident Obama verpflichtete sich dazu, die Klimaverträge von Paris zu respektieren und gegen die Erderwärmung zu kämpfen.

Obama erklärte:
“Die USA erkennen an, bei diesem Problem eine Rolle zu spielen. Wir nehmen unsere Verantwortung an, bei der Lösung zu helfen. Die USA müssen international eine Schlüsselrolle spielen.”

Das sieht Trump anders. Der neu gewählte Präsident erklärte mehrmals, es handele sich beim Klimawandel um eine Erfindung der chinesischen Regierung, um die US-Poduktion zu lähmen.

Einwanderung

Auch die Frage, welchen Platz Muslime in der amerikanischen Gesellschaft haben, spaltet Trump und Obama. Trump wirft Obama vor, die Gefahr des islamischen Extremismus zu unterschätzen.

“Obama wollte weder die Worte “radikal”, “islamisch” noch “Terrorismus” in den Mund nehmen. Ich glaube, er weiß noch nicht mal, was hier vor sich geht,” meinte Trump.

Obama forderte die republikanische Partei auf, zu Trumps Kurs Stellung zu nehmen: “Der mutmaßliche republikanische Präsidentschaftskandidat der USA will verhindern, dass Muslime in die USA einwandern. Teilen die republikanischen Amtspersonen etwa diese Meinung?”

Der scheidende Präsident zweifelte sogar Trumps Fähigkeiten an, sein Nachfolger zu sein: “Donald Trump … Buht nicht, geht wählen. Donald Trump ist für das Präsidentenamt.”

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