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Offensive auf Al-Rakka in Syrien: Zivilisten in Gefahr


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Offensive auf Al-Rakka in Syrien: Zivilisten in Gefahr

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Mit Beginn der Offensive gegen die IS-Miliz im syrischen Al-Rakka sind Tausende Zivilisten auf der Flucht. Die von kurdischen Milizen angeführten SFD, die Syrischen Demokratischen Kräfte, hatten am vergangenen Wochenende mit dem direkten Angriff auf die Hochburg der Islamisten begonnen. SDF-Kämpfer schätzen, dass etwa 5000 Menschen geflohen sind. Viele haben tagelang in der Wüste auf Rettung gewartet. Hameed Salman ist einer der Flüchtlinge: “Die Flucht war gefährlich. Als wir aufgebrochen sind, wurde geschossen. Meine Familie und ich haben alles zurückgelassen. Wir sind einige Zeit gelaufen, bevor die SDF uns geholfen haben, hier nach Ain Issa zu kommen. Wir haben eine Nacht in der Kälte verbracht, ohne etwas zu essen. Wir haben seit gestern nichts gegessen.”

Die von den USA angeführte internationale Militärkoalition unterstützt die Syrischen Demokratischen Kräfte bei der Offensive durch Luftschläge. Dabei kommen nach Angaben von Aktivisten auch immer wieder Zivilisten ums Leben. Die SDF versuchen, die Zivilisten in Sicherheit zu bringen. Fadwa Hussein, ebenfalls geflüchtet: “Wir haben die SDF gefragt, was wir tun sollen. Sie sagten, dass wir unser Haus verlassen und nach Westen fliehen sollen. So sind wir hierher gekommen. Zum Glück sind wir und unsere Kinder in Sicherheit.”

Die IS-Miliz hat seit 2013 nach und nach die Kontrolle über das nordsyrische Al-Rakka übernommen. Die Bewohner berichten nicht nur von den strengen Regeln der Islamisten und der Angst vor Strafen, auch die Versorgungslage sei schwierig, wie Nofa Mohammed berichtet: “Alles war teuer, nichts war verfügbar. Wir konnten uns nicht frei bewegen, wir konnten nicht offen reden, gar nichts. Wir waren erschöpft. Ich habe nicht das Gefühl, dass Jahre vergangen sind, sondern Jahrzehnte.”

Die SDF wies die in Al-Rakka verbliebenen Zivilisten an, Ansammlungen von IS-Kämpfern zu meiden, da dies Angriffsziele seien. Eine Sprecherin der Einheiten forderte internationale Hilfe, um angesichts des Winters ein Lager für die Flüchtlinge aus der Stadt errichten zu können.

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