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Selbstmordanschlag am größten US-Stützpunkt in Afghanistan


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Selbstmordanschlag am größten US-Stützpunkt in Afghanistan

Der US-Luftwaffenstützpunkt Bagram ist am Samstagmorgen gegen 5.30 von einer schweren Explosion erschüttert worden. Dabei seien vier Menschen getötet und 13 weitere verletzt worden. Ein Sprecher des Provinzgouverneurs von Bagram erklärte, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt. Der Attentäter sei mit anderen afghanischen Arbeitern auf das Gelände der US-Basis gelangt. Wie der Attentäter den Sprengstoff auf das Gelände der Basis schmuggeln konnte, ist unklar. Für die Taliban hat sich ein Sprecher via Twitter zu dem Anschlag bekannt.

Bagram ist der größte Stützpunkt der US-Truppen in Afghanistan, dort befindet sich auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte. Gegenwärtig sind noch knapp 10 000 US-Soldaten im Land. Zuletzt waren in Bagram bei einem Anschlag kurz vor Weihnachten des Vorjahres sechs US-Soldaten getötet worden.

Erst am Donnerstagabend hatten Taliban das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans angegriffen. Dabei starben mindestens vier Menschen, weitere 128 wurden verletzt. Deutsche blieben dabei unversehrt. Als Grund für ihren Angriff führten die Taliban später deutsche Unterstützung für einen US-Luftangriff in der Provinz Kundus an, bei dem Anfang November auch rund 30 Zivilisten getötet wurden.

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