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"Not Mein Führer!" - Massenproteste gegen Trump-Wahl in den USA


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"Not Mein Führer!" - Massenproteste gegen Trump-Wahl in den USA

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Am vierten Tag in Folge sind tausende meist jugendlicher Demonstranten durch zahlreiche Städte in den USA gezogen und haben gegen die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten protestiert. Die größten Demonstrationen fanden in New York, Los Angeles und Chicago statt.

In New York zogen mehrere tausend Menschen vom Union Square zum Trump Tower an der Fifth Avenue. Der Wolkenkratzer, in dem sich Trumps Wohnung befindet, war von der Polizei gesichert worden. Zwei Demonstranten, die die Absperrungen überwanden wurden festgenommen.

Auf einem Transparent war das Motto der Proteste “Not my President” in “Not Mein Führer!” verwandelt worden.

Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway warf Demonstranten und Medien Doppelmoral vor: “Natürlich respektieren wir das verfassungsmäßige Recht auf Demonstration und Meinungsfreiheit. Nur weiß ich, wenn Trump verloren hätte, wie es alle, die Medien eingeschlossen, erwartet haben, und das wären Trump-Anhänger, die protestieren, dann gäbe es einen Aufschrei der Empörung und man würde verlangen, dass sie den Wahlausgang akzeptieren und eine friedliche Machtübertragung durchführen”, erklärte Conway.

In Los Angeles gingen 8000 Menschen auf die Straße, begleitet von einem großen Polizeiaufgebot. Diesmal blieben die Proteste friedlich, in den vergangenen Tagen waren mehrere hundert Anti-Trump-Demonstranten in Los Angeles festgenommen worden, unter anderem weil sie Straßen blockierten.





“Wir müssen unseren Teil beitragen, uns einmischen, an unsere Abgeordneten schreiben. Das ist der erste Schritt. und ich glaube, wenn wir alle zusammen kommen und gemeinsam trauern, dieses Gemeinschaftsgefühl ist wichtig. Das ist der erste Schritt”, meint die 25-jährige Elly Jameson aus Los Angeles.

In Indianapolis wurden am Samstagabend (Ortszeit) im Anschluss an eine Anti-Trump-Demonstration sieben Randalierer festgenommen, die eine Straße blockiert und Polizisten mit Steinen beworfen hatten, zwei Beamte wurden verletzt.

In Portland setzte die Polizei am Freitagabend (Ortszeit) Tränengas ein und schoss mit gummiummantelten Stahlgeschossen auf Demonstranten, die Schaufenster eingeworfen, Autos beschädigt und Graffiti an Wände gesprüht hatten. Auch hier kam es zu Festnahmen und verletzten Polizisten.

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