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Südkoreas Präsidentin Park muss wegen Korruptionsvorwurf aussagen


Korea

Südkoreas Präsidentin Park muss wegen Korruptionsvorwurf aussagen

Südkoreas Präsidentin Park muss sich den Fragen der Staatsanwaltschaft wegen Korruptionsverdachtes stellen. Zwei ihrer früheren Berater hatten ausgesagt, auf Anweisung Parks Spenden in Millionenhöhe von Konzernen wie Samsung oder Hyundai für zwei Stiftungen eingetrieben zu haben, die unter Kontrolle ihrer Vertrauten Choi standen.

Der Tochter des ehemaligen Diktators Park Chung-hee Park wird weiter vorgeworfen, Choi die Einmischung in Regierungsgeschäfte zu ermöglichen, obwohl sie keine offizielle Funktion hat. Choi, Tochter eines Sektengründers und Förderers von Park, ist in Untersuchungshaft.

Zwei öffentliche Entschuldigungen Parks konnten die Südkoreaner bisher nicht besänftigen. Hunderttausende Demonstranten waren am Wochenende wieder auf die Straßen, am Sonntag wurde die Demonstration um zwei Uhr Morgens aufgelöst. Die Polizei sprach von 260.000, die Organisatoren von einer Million Demonstranten. Es sind die größten Versammlungen seit der Demokratisierungsbewegung im Juni 1987. Park hat jüngst ihren Sekretärsstab und das Kabinett umgebildet und versprochen, ein neutrales Kabinett zu bilden, das von einem vom Parlament vorgeschlagenen Ministerpräsidenten geleitet werden soll. Trotzdem waren ihre Zustimmungswerte laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup mit unter fünf Prozent auf den bisher niedrigsten Stand für ein südkoreanisches Staatsoberhaupt überhaupt gefallen

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