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Zeremonien der Stille - Frankreich gedenkt der 130 Terroropfer von Paris

Premierminister Manuel Valls warnte vor der Gefahr neuer Anschläge und kündigte eine Verlängerung des Ausnahmezustandes an.

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Zeremonien der Stille - Frankreich gedenkt der 130 Terroropfer von Paris

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Mit bewegenden Zeremonien ist in Paris und dem Vorort Saint-Denis der 130 Opfer der islamistischen Terroranschläge vor einem Jahr gedacht worden. Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande, Ministerpräsident Manuel Valls und die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo enthüllten Gedenktafeln mit den Namen der Opfer im elften Arrondissement, wo in Lokalen und der Konzerthalle Bataclan die meisten Menschen umgebracht wurden. An jedem der insgesamt sieben Tatorte gab es eine Schweigeminute. In Absprache mit Opferverbänden wurden keine Reden gehalten.

Am Stade de France in Saint-Denis, wo die Terrornacht mit drei Selbstmordattentaten begonnen hatte, kam Hollande mit überlebenden Opfern der Anschläge zusammen. Der Sohn des dort getöteten Portugiesen Manuel Dias hielt am Stadion ein Plädoyer für Toleranz und gegen Stigmatisierung. Er rief dazu auf, sich der Furcht nicht zu beugen. Premierminister Manuel Valls warnte vor der Gefahr neuer Anschläge und kündigte eine Verlängerung des nach den Attentaten verhängten Ausnahmezustandes an.

Der Jahrestag der Anschläge war mit einem Konzert von Rockstar Sting im Musikclub Bataclan eingeleitet worden, wo allein 90 Opfer starben. Dass hier erstmals wieder Musik gespielt wurde, bedeutete für viele Pariser einen symbolischen Neuanfang.

Der trotzige Slogan der Stadt Paris, der im vergangenen Jahr die Runde machte, galt auch an diesem Sonntag Fluctuat nec mergitur.