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Moldawien: Russlandfreundlicher Kandidat gewinnt Präsidenten-Wahl

Die Bürger in der früheren Sowjetrepublik Moldau sind unzufrieden mit ihrer Regierung, denn das Land leidet an Oligarchentum, schwerster Korruption und großer…

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Moldawien: Russlandfreundlicher Kandidat gewinnt Präsidenten-Wahl

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Die Bürger in der früheren Sowjetrepublik Moldau sind unzufrieden mit ihrer Regierung, denn das Land leidet an Oligarchentum, schwerster Korruption und großer Armut. Bei der Präsidentenwahl gewinnt nun folgerichtig der oppositionelle Kandidat.


Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt haben die Bürger des Landes nun die Regierung abgestraft und für den oppositionellen Kandidaten Igor Dodon gestimmt. Der russlandfreundliche Dodon hatte im Wahlkampf die Korruption angeprangert und angekündigt, als Präsident zuerst nach Moskau zu fahren. Er appelliere an die andere Seite, dass man gemeinsam die Bevölkerung dazu aufrufe, die Ruhe zu bewahren, so Dodon. Man brauche keine Unruhen und Provokationen. Man brauche keine Destabilisierung der Gesellschaft.


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Die unterlegene Kandidatin, Maia Sandu hatte sich im Wahlkampf für die Fortsetzung des Westkurses des Landes ausgesprochen. Sie warf der Wahlleitung Unregelmäßigkeiten vor. Viele Wahllokale hätten früher als geplant geschlossen.
Außerdem beklagte sie, dass die Wahl leider schlecht organisiert gewesen sei. Die Wahllokale in London, Bologna, Bukarest und Paris hätten nicht genug Stimmzettel gehabt. Hunderte Menschen hätten nicht wählen können. Der verarmte Agrarstaat steckt seit Jahren in einer tiefen politischen Krise. Auslöser war u.a. eine schwere Straftat an der Teile der prowestlichen Elite beteiligt gewesen sein sollen. Diese sollen drei Banken des Landes um rund eine Milliarde Euro betrogen haben.