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Nach US-Wahl: EU sucht eigene Stärke


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Nach US-Wahl: EU sucht eigene Stärke

  • Chefdiplomaten fordern mehr Einigkeit bei wichtigen Themen
  • Boris Johnson kritisiert negative Reaktion auf Trump

Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten sorgt in der Europäischen Union für Verunsicherung. Die EU-Außenminister haben nun über Konsequenzen aus der Abstimmung beraten. Einigkeit bestand darin, dass man bei der Verteidigung, dem Klimaschutz oder dem Atomabkommen mit dem Iran Einigkeit demonstrieren müsse. Trump hatte im Wahlkampf bei all diesen Themen Veränderungen angekündigt. Man verstehe, dass Amerika künftig geschäftsmäßiger im Umgang sein werde, dem sollte man mit mehr Europa begegnen, so der slowakische Außenminister. Niemand habe aber das Ergebnis der Wahl oder die Bereitschaft mit den USA zusammenzuarbeiten in Frage gestellt.



Die Außenminister Ungarns, Frankreichs und Großbritanniens fehlten allerdings bei dem Treffen.Der britische Chefdiplomat Boris Johnson sagte seine Teilnahme ab, weil er keine Notwendigkeit für die Zusammenkunft sehe. Die Reaktion Europas auf Trump sei zu negativ. Einige in Europa seien nicht darüber überrascht, wenn dieses Land abwesend sei, sondern wenn es am Tisch der 28 anwesend sei, so die EU-Außenbeauftragte Mogherini. Es sei ihrer Ansicht nach normal, dass ein Land, das beschlossen habe, die EU zu verlassen, sich nicht so sehr für die Diskussionen über das künftige Verhältnis zur USA interessiere.

Die Euronews-Reporterin erklärt: “Die meisten Außenminister haben versucht, die Bedeutung des Treffens herunterzuspielen, von dem die Presse und einige EU-Beamte sagten, es resultiere aus dem Schrecken über Trumps Wahl-Sieg. Obwohl viele von ihnen sagten, sie warteten auf die neuen Richtlinien für die US-Außenpolitik, machen sie sich doch Sorgen um Themen, wie etwa die Beziehung zu Russland. Ein Thema, dass die EU spaltet.

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