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Obama spricht über Treffen mit Trump


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Obama spricht über Treffen mit Trump

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US-Präsident Barack Obama hat sich bei seiner ersten Pressekonferenz nach dem Wahltriumph von Donald Trump kritisch über seinen designierten Nachfolger geäußert. Auf die Frage, ob er über die Differenzen mit Trump besorgt sei, antwortete Obama: “Absolut. Natürlich habe ich Bedenken.”

Gleichzeitig äußerte sich Obama zuversichtlich, dass es mit einem Präsidenten Trump keine Abschwächung in den Binnenbeziehungen des Militärbündnisses NATO geben werde.

In Washington stand der Präsident das letzte Mal vor einer Auslandsreise Rede und Antwort. Er wird am kommenden Donnerstag zu seinem sechsten Deutschlandbesuch in Berlin erwartet. Zuvor reist Obama nach Athen: “Trump hat großes Interesse am Erhalt der strategischen Kernbeziehungen geäußert. Also wird eine meiner zu überbringenden Botschaften sein, dass er sich zur NATO bekennt.”

Donald Trump hatte im Wahlkampf die Nato-Beziehungen mehrfach in Frage gestellt. Obama erklärte ferner über sein Gespräch mit Trump: “Ich habe ihm das gesagt, was ich auch schon öffentlich angemerkt habe. Durch die Art seines Wahlkampfes, und aufgrund der bitter und heftig geführten Kampagnen ist es sehr wichtig, Signale der Einheit zu senden. Dies ist vor allem bedeutsam, um gesellschaftliche Minderheiten oder Frauen oder andere Betroffene zu erreichen.”

Trump wird sich nach Ansicht von Obama ändern müssen, um ein guter US-Präsident zu sein: “Es gibt bestimmte Teile seines Naturells, die ihm nicht gut tun werden, solange er sie nicht anerkennt und korrigiert”, sagte der scheidende Präsident im Weißen Haus.

Obama ergänzte: “Wir hatten eine herzliche Unterhaltung. Das hat mich zu einem gewissen Grad überrascht, denn natürlich ist er jemand, der sehr gesellig ist, der die Dinge gerne aufmischt. Ich glaube nicht, dass er ideologisch ist. Ich denke, letzten Endes ist er pragmatisch.”

Zur Übergabe der Geschäfte an die nachfolgende Regierung sagte Obama: “Wenn wir die Schlüssel übergeben, sollte der Wagen in möglichst gutem Zustand sein.”

Obama bedauert, dass er das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo nicht auflösen konnte. Er stellte in Aussicht, dass in seinen verbleibenden Wochen im Amt weitere Häftlinge entlassen werden könnten. Derzeit sind noch 60 Insassen in dem Lager auf Kuba, von denen 20 die Freigabe zur Entlassung oder zum Transport in ein anderes Land haben. Obama scheidet nach acht Jahren als Präsident am 20. Januar aus dem Amt.

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