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Kein Zugang zur Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge


Redaktion Brüssel

Kein Zugang zur Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge

Flüchtlinge und Migranten, darunter Kinder und Schwangere, erhalten in Europa oft nur eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Mehr als 67 Prozent konnten keine medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, weil sie nicht krankenversichert waren. Mehr als 21 Prozent gaben es auf, Hilfe zu suchen.

Dies geht aus dem jüngsten Bericht der Organisation Ärzte der Welt hervor, der in Brüssel vorgestellt wurde. Insgesamt wurden in zwölf Ländern Europas fast 10.000 Patienten befragt.

“Rund 40 Prozent der Beratungen kamen Kindern zugute, die Hälfte davon war weniger als fünf Jahre alt”, sagt Stathis Poularakis von Ärzte der Welt. “Sie werden mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Zwar haben sie Zugang zur Grundversorgung, doch es gibt Probleme, was die zuätzliche Versorgung betrifft.”

Weder die Regierungen der Mitgliedsstaaten noch die Institutionen der EU vermochten es, ihre Bemühungen auf diesem Gebiet zu koordinieren. “Alle Staaten Europas sollten den Zugang zur vollständigen Gesundheitsversorgung sicherstellen”, fordert Nathalie Simmonot, die ebenfalls für Ärzte der Welt tätig ist, “und zwar für jeden, der in einem bestimmten Land lebt. Nicht nur die Ausgaben, auch die Leiden wären geringer.”

40 Prozent der Kinder, die von der Organisation behandelt wurden, waren nicht gegen Mumps, Masern und Röteln geimpft.

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